Auf dem Weg zur Regenbogenbrücke ...

Tiere können alles, was ihnen wichtig ist, durch Bilder,  Gedanken, Gefühle mitteilen Tiere können alles, was ihnen wichtig ist, durch Bilder, Gedanken, Gefühle mitteilen
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Tierkommunikation ist in vielen Bereichen anwendbar

Für fast jeden Tierbesitzer kommt irgendwann der Zeitpunkt an dem er merkt, dass das Leben seines geliebten Vierbeiners dem Ende zugeht. Der Alterungsprozess schreitet voran und langsam aber sicher beginnt für das Tier der Weg in eine andere Welt.

In diesen Zeiten gibt es sowohl für das Tier als auch seine Menschen viele Höhen und Tiefen zu bewältigen und es ist wichtig sich auf den Abschied vorzubereiten und den Weg der Trauer zu gehen. Loslassen – da sein – Weinen – Lachen – all das gehört zum gemeinsamen letzten Weg. 

Die schwierigste Entscheidung scheint jedoch oft die zu sein, ob das geliebte Haustier auf natürlichem Weg oder mit Hilfe eines Tierarztes die Welt verlassen möchte. Wenn letzteres der Fall ist, ist man oft hin und her gerissen, wann denn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, dem Tier das Tor zur „Regenbogenbrücke“ zu öffnen. In diesem Fall kann eine Tierkommunikation sehr hilfreich sein. Dabei teilt ein Tier dem Menschen mit wie es ihm geht, was es braucht und wie es seinen letzten Weg gehen möchte. Wichtig ist es dann auch für den Tierbesitzer, wenn möglich den Weg gemeinsam mit seinem Tier zu gehen und sich persönliche Unterstützung zu holen, falls der Weg alleine zu schwer ist. Man sollte sich in so einem Fall nicht scheuen, die Hilfe von Menschen, die im Bereich Trauerarbeit geschult sind, in Anspruch zu nehmen. Denn der Abschied von einem Tier als treuer Begleiter ist nicht weniger anspruchsvoll als der Abschied von einem lieben Menschen.

Man sollte sich auch genug Zeit im Vorfeld nehmen sich Gedanken darüber zu machen, was denn mit dem vierbeinigen Freund nach seinem Tod geschieht. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Abschied ethisch würdevoll zu gestalten und dann das Tier – wenn möglich und erlaubt – im eigenen Garten zu begraben oder einem Tierbestatter zu übergeben, der es dann in ein Krematorium bringt oder die Möglichkeit einer Bestattung auf einem Tierfriedhof anbietet. 

Tierkommunikation kann aber nicht nur helfen, den letzten Wunsch eines Tieres zu erfüllen, sondern ist auch in anderen Bereichen anwendbar. Wenn es z. B. darum geht, Verhaltensweisen eines Tieres zu ergründen oder wenn es wichtig ist zu erfahren, was ein Tier braucht und sich wünscht, um sein Verhalten eventuell zu ändern. Auch Krankheitsbilder oder körperliche Einschränkungen können durch Tierkommunikation ergründet werden. Es gibt auch Tierkommunikatoren, die sich drauf spezialisiert haben, vermisste Tiere wieder zu finden – wobei sich diese Arbeit oft sehr schwierig gestaltet und emotional belastend sein kann, wenn ein Tier verletzt ist oder sich in einer schweren Notsituation befindet. 

Bei Tierkommunikation ist es auch oft so, dass Tiere aufzeigen, was sie von ihren Menschen spiegeln und manchmal kommen auch Dinge ans Licht, die darauf hinweisen, was im Leben noch nicht aufgearbeitet, was verdrängt wurde und geheilt werden möchte. Manchmal erzählen Tiere auch Dinge, die nur ihnen persönlich wichtig sind und mit denen man eigentlich gar nicht rechnet, wenn man ein Tiergespräch führt. 

Nun stellt sich die Frage: wie funktioniert Tierkommunikation? Man geht sozusagen eine telephatische Verbindung mit einem Tier ein und trifft sich dann auf einer Ebene der morphischen Felder. Tiere können ihre Gedanken, Wünsche und alles was ihnen wichtig ist durch Bilder, Gedanken, Gefühle mitteilen. Diese Eindrücke werden dann gesammelt, übersetzt und ergeben meist ein klares und eindeutiges Gesamtbild. 

Mit einem Tier zu sprechen, kann also in vieler Hinsicht sehr hilfreich sein – und ist wie in einem Gespräch von Mensch zu Mensch – mit Gefühlen verbunden. Und manchmal bringt es auch Tränen der Trauer aber auch Freude mit sich.   

Margit Fuchsreiter
(erschienen in Ausgabe 41, November 2019)

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