Kraftströme für Körper, Geist und Seele

Auch Tiere lieben es  und profitieren sehr davon,  geströmt zu werden (hier: SES 22 und 19) Auch Tiere lieben es und profitieren sehr davon, geströmt zu werden (hier: SES 22 und 19)
Foto: Eckert

Spezielle Kunst des Handauflegens kann Selbstheilungskräfte unterstützen

In jedem Lebewesen strömt Lebensenergie. Sie bewegt sich in Bahnen, so genannten „Strömen“, durch den ganzen Körper. Stören Stress, Lebensstil oder emotionale Probleme diesen Energie­fluss, können Krankheiten ausbrechen. Jin Shin Jyutsu ist eine uralte Kunst, Blockaden im Energiefluss durch Handauflegen zu lösen – Selbstheilungskräfte werden frei. Die Methode kann jeder lernen und bei sich anwenden.

Jin Shin Jyutsu (sprich: „dschin schin schutsu“) ist eine Physio-Philosophie, die den Menschen hilft, den persönlichen Lebensstil mit diesen Gesetzen des Universums in Einklang zu bringen. Kennen Sie diese Berührungen, die automatisch und scheinbar rein zufällig erfolgen? Versucht man sich etwa zu erinnern, berührt man die Stirn, Schüler stützen beim Lernen den Kopf auf die Hände, Babys harmonisieren sich durch Daumen lutschen, Sportler halten nach dem Sprint die Hände an den Rücken, instinktiv hält man die Stellen an denen man sich verletzt hat oder berührt andere Menschen, um sie zu trösten … Zufall? Durch das Erlernen von Jin Shin Jyutsu wächst das Verständnis für Hintergründe, man findet Erklärungen und wird neugierig auf tiefere Zusammenhänge.
Durch Berührung, wie z.B. das regelmäßige Halten der Finger, wird ein physikalischer Impuls gesetzt, infolge dessen jede Zelle u.a. mit Licht und Energie durchflutet wird. Das ist – je nach Individualität früher oder später – deutlich spürbar, indem Vitalität, Lebensenergie und -freude mehr werden. Grund-Lebenseinstellungen, wie Sorge, Angst, Wut, Trauer und Bemühung werden harmonisiert und nach und nach verändert sich das Denken, welches die Ursache persönlicher Disharmonien sein kann. Jeder Gedanke erzeugt ein bestimmtes Gefühl und wirkt sich auch körperlich aus: Grübeln und Sorgen schlagen auf den Magen, Wut lässt die Galle übergehen, eine Laus läuft über die Leber, das Herz bricht, etwas geht einem an die Nieren ... All diese Volksweisheiten weisen darauf hin, dass dieses Wissen um die Zusammenhänge, welches seit Jahrtausenden in allen Kulturen der Welt bekannt ist, auch in unserer Kultur tief verwurzelt ist.
Der Japaner Jiro Murai hat dieses Wissen Anfang des 20. Jahrhunderts durch Quellenstudium und eigene Erfahrungen wiederentdeckt und revitalisiert. Seiner Schülerin Mary Burmeister verdanken wir, dass diese Erkenntnisse und Aufzeichnungen in den Westen gelangten und übersetzt, niedergeschrieben und weiterentwickelt wurden. Heute wird Jin Shin Jyutsu – „Strömen“ – auf der ganzen Welt unterrichtet und angewandt. Dabei geht es jetzt auch darum, das „Original“ zu erhalten, damit es weder verfälscht wird, noch verloren geht. Mit dieser Kunst kann – aus Erfahrung der Praktizierenden – die Lebensenergie harmonisiert werden. Dies geschieht auch durch Auflegen der Hände in bestimmten Kombinationen auf so genannten „Sicherheits-Energieschlössern“ (SES, Körperstellen). Blockaden im Energiesystem eines Menschen werden damit gelöst und die Selbstheilungskräfte aktiviert. Es geht um das Herausfinden und Lösen der Ursachen für Beschwerden und Schmerzen. Diese liegen nicht selten weit zurück. Symptome werden wahrgenommen statt bekämpft und dienen dabei als freundliche Wegweiser. Sind Körper, Geist und Seele in Einklang, können sie einfach so verschwinden.
Jin Shin Jyutsu hat nicht zum Ziel, die Behandlung durch anerkannte medizinische Instanzen zu ersetzen, ist jedoch immer eine sehr kraft- und wertvolle Unterstützung dazu. Es ist eine Methode, die in Gesundheit oder Krankheit zur Stärkung der Lebensenergie und der Selbstheilungskräfte selbst angewendet oder in Einzelsitzungen vermittelt werden kann. „Sei Liebe anstatt Liebe zu brauchen oder zu wollen“. (Mary Burmeister)

Andrea Eckert
(erschienen in Ausgabe 44, November 2020)

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