Natürliche Frauenheilkunde

Frauenmantel hat sich als Alleskönner in der Frauenheilkunde bewährt Frauenmantel hat sich als Alleskönner in der Frauenheilkunde bewährt
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Durch wesenhaft-rhythmische Heilmittel das weibliche Sein stärken

Stress, Umweltbelastungen, künstliche Hormone in Trinkwasser und Nahrungsmitteln und der fehlende Rhythmus im Alltag – immer mehr Frauen werden krank, fühlen sich nicht wohl in ihrer Haut, entwickeln hormonelle Störungen. Krankheitsbilder wie chronische Schmerzen, Zystenbildung, Zyklusunregelmäßigkeiten, starke Wechseljahrbeschwerden oder depressive Verstimmungen und Überforderung werden immer häufiger.

 Die Rolle der Frau hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Diese Veränderung brachte zum einen Freiheit und Unabhängigkeit, zum anderen häufig Doppelbelastungen durch den Versuch, mehrere Rollen zugleich auszufüllen und Beruf und Kinder unter einen Hut zu bringen. Auch die vermehrte Belastung durch Umweltgifte, künstliche Hormone, Strahlung und qualitativ minderwertige oder chemisch veränderte Nahrungsmittel hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Dies alles beeinflusst das weibliche Hormonsystem negativ, immer mehr Frauen leiden unter leichten oder massiven Störungen im weiblichen System. 

Die Naturheilkunde kann hier über mehrere Säulen mit Heilmitteln mild unterstützend einwirken. Hierbei ist es wichtig, dass das jeweilige Mittel dem Wesen der Frau entspricht und ihr so hilft, wieder in ihren eigenen Rhythmus zu gelangen. Das wesenhaft-rhythmische Heilmittel sollte in seiner Signatur – in seiner Mittelsprache – das Lebensthema sowie die Körpersymptome der Frau ansprechen.  So kann nach dem bewährten Prinzip „Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden“ sanft ausgleichend Körper, Geist und Seele in Einklang gebracht werden. 

Naturheilmittel können unter anderem in homöopathischer Form, als Urtinktur oder als Teemischung eingesetzt werden. Frauenmantel beispielsweise hat sich als Alleskönner in der Frauenheilkunde bewährt. Über seine Planetenzuordnung zu Mond und Venus spricht er wunderbar sanft das rhythmische System im Menschen an. Er wirkt über sein weiches, einhüllendes Wesen ausgleichend und regulierend wenn die Hormone Achterbahn fahren. 

Das homöopathische Heilmittel Sepia – hergestellt aus der Tinte des Tintenfischs – kann gestresste Frauen wieder zurück in ihre Mitte bringen. Sepia entspricht über sein Mittelbild der „Marathonläuferin“: Eine Frau, die von einem Termin zum nächsten hetzt, vielleicht noch nebenbei die Kinder unterbringen und versorgen muss und oft gänzlich Hingabe und Leichtigkeit verloren hat. Sepia-Frauen machen ihrem Stress oft durch die sprichwörtliche Giftwolke Luft, gleich des Tintenfischs, der bei Gefahr seine Angreifer in die dunkle Tintenwolke hüllt. Die Sepia-Frau bekommt einen Wutanfall, der sich gewaschen hat und den meistens die eigene Familie zu spüren bekommt. Auf körperlicher Ebene einer Sepia-Frau finden sich vielfältige Beschwerden im weiblichen System und häufig eine hormonelle Dysbalance. Es muss jedoch nicht immer die gestresste Sepia sein, es kann auch die zarte und überforderte Pulsatilla, die unausgeglichene Cimicifuga oder die ängstliche Phosphor sein, die als Heilmittel gebraucht wird. Homöopathische Heilmittel können gut gewählt helfen, eine Mitte herzustellen und die Frau wieder in ihren Rhythmus und in ihre weibliche Kraft zu bringen. 

Von der Selbstmedikation ist hier jedoch in jedem Fall abzuraten. Die Naturheilkunde hat ein wunderbar großes Repertoire, Rezepturen und Mittelgaben sollten immer von einem erfahrenden Therapeuten sorgfältig ausgewählt und verschrieben werden. Und Loslassen, es sich wert sein, sich anzuvertrauen, um Hilfe zu bitten und sich vertrauensvoll in die Hände eines Therapeuten zu geben anstatt alles immer selbst regeln zu wollen – dies kann schon der erste Schritt zurück zur gesunden, unbeschwerten Weiblichkeit sein.     

Martina Auerl
(erschienen in Ausgabe 42, März 2020)

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