Auf den Punkt gebracht

Die Energiemeridiane werden mit einem Therapiestäbchen bestrichen Die Energiemeridiane werden mit einem Therapiestäbchen bestrichen
Foto: Demhartner

Energie ins Fließen bringen und Selbstheilungskräfte aktivieren

Die Akupunktmassage nach Penzel (APM) ist eine energetische Massage zur Stärkung der Lebensenergie des Körpers und Anregung der Selbstheilungskräfte. APM orientiert sich an dem seit Jahrtausenden bewährten Heilwissen der fernöstlichen Medizin. Hier werden alle anderen Körpersysteme dem Energiekreislauf untergeordnet. 

In den 50er Jahren entwickelte Willy Penzel die Massage zur Heilung seiner austherapierten Ehefrau, die an einer schweren Lebererkrankung litt. Auf Grundlage Joachim von Puttmann‘s „Organbehandlung durch Massagen“ entwickelte er die spezielle Form der Akupunktmassage. Mit großem Erfolg: seine Frau überlebte ihn um zwei Jahre. 

Die Behandlung erfolgt nach einer gründlichen Anamnese des energetischen Befunds. Diese besteht aus einem ausführlichen Gespräch, Aufnahme eines Ohrbefundes und einer Pulsdiagnose. Die Behandlung erfolgt mit einem Therapiestäbchen, dessen runder Kopf die Breite der Energiemeridiane wiederspiegelt.

Bei der Therapie bestreicht der Therapeut die Energiemeridiane mit dem Therapiestäbchen. So werden die Blockaden im Energiefluss gelöst und der Fluss angeregt. Bei Bedarf werden spezielle Akupunkturpunkte stimuliert – diese dienen als „Schalter“ im Energiekreislauf. Bestandteil einer Behandlung kann neben der Meridiantherapie auch eine spezielle Narbenpflege sein. Narben wirken wie Staudämme im Energiesystem. Sie halten Energie zurück und sorgen so oftmals für ein energetisches Ungleichverhältniss. Zudem erfolgt oft eine energetische Wirbelsäulentherapie, denn nicht nur Narben können den Energiefluss blockieren, auch blockierte Gelenke können den Energiefluss behindern und zu Beschwerden führen. Ziel der Behandlung ist es immer, einen freien Fluss der Energien und deren gleichmäßige Verteilung im Körper- und Organsystem herzustellen.

Die APM hat vielfältige Einsatz- und Wirkungsbereiche. Kopfschmerzen, Autoimmunerkrankungen, Erkrankungen des Verdauungstraktes, schmerzhafte Wirbelsäulen- und Gelenkserkrankungen – der Einsatzbereich dieser anerkannten Methode ist vielfältig. Zudem zeigen sich nach einer Behandlung auch oft positive Nebeneffekte wie z.B. das Ausbleiben von Schlafstörungen und Stabilisierung des Kreislaufs. Dies lässt sich ganz einfach durch den gestärkten und bereinigten Energiefluss erklären.

Durch APM wird die Energie ins Fließen gebracht und körpereigene Selbstheilungskräfte in Gang gesetzt. Damit die Energie auch zirkulieren kann, benötigt sie ein Bahnensystem, die Meridiane. Hier unterscheidet man Yin-Meridiane und Yang-Meridiane. Die Yin-Meridiane beginnen am Fuß, ziehen über die Innenseite des Beines zur Brust, über die Vorderseite der Schulter, durch die Ellenbeuge zur Handinnenseite. An den Fingerkuppen übergeben die Yin-Meridiane Ihre Energie an die Yang-Meridiane, die von den Fingerspitzen über den Ellenbogen, die Schulter von hinten zum Kopf, über den Rücken, die Beine von hinten bis zu den Zehen ziehen. Hier schließt sich der Kreislauf. Der Energiekreislauf des Körpers ist allen Körpersystemen und Organen regulierend und kontrollierend übergeordnet. Jedes Organ / Organsystem hat einen eigenen Meridian, der direkten Einfluss auf das jeweilige Organsystem hat. Eine Dysbalance von Yin und Yang hat eine Erkrankung oder Beschwerden zur Folge. Dies geht mit einer Veränderung der physiologischen Zirkulation der Energie einher. Es kann zu Funktionsstörungen und Schmerzen in den betroffenen Meridianbereichen kommen. 

Man kann sich die Meridiane wie ein System von Bewässerungskanälen vorstellen. Sind alle offen, fließt das Wasser gleichmäßig überall hin. Ist ein Kanal beschädigt oder blockiert, kann das Wasser einige Pflanzen nicht erreichen. So erhalten sie nicht ausreichend Wasser und vertrocknen, zugleich überschwemmt das aufgestaute Wasser andere Bereiche und sorgt dort für ein Überangebot an Wasser.                           

Margit Demhartner
(erschienen in Ausgabe 39, März 2019)

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