Keine Angst vor der Schule

Liebe und Geduld geben Kindern Kraft, wieder gerne in die Schule zu gehen Liebe und Geduld geben Kindern Kraft, wieder gerne in die Schule zu gehen
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Unterstützung der kindlichen Psyche durch naturheilkundliche Präparate

Bei der Klangmassage handelt es sich um eine Massage mit Klang. Bei dieser hat der Gebende keinen direkten körperlichen Kontakt mit dem Klienten. Die Anwendung erfolgt über die auf den bekleideten Körper aufgesetzte Klangschale. 

Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Schlafstörungen. Die Symptome sind vielfältig. Schätzungen zu Folge soll jedes fünfte Schulkind unter Schulangst leiden. Werden Schulängste nicht ernst genommen oder behandelt, werden sie meist immer größer und können im schlimmsten Fall bis zur Schulverweigerung führen.

Es ist Sonntag Abend: Marie, sie besucht die 5. Klasse einer Realschule, hat ein schönes Wochenende mit der Familie verbracht. Plötzlich klagt sie über Bauchschmerzen und Übelkeit. Später im Bett wird es schlimmer, sie kann nicht einschlafen. Zu stark sind die bedrückenden Gedanken an den nächsten Schultag. Am Montag Morgen ist es so schlimm, dass sie sich übergeben muss und die Mutter sie in der Schule entschuldigt. Danach geht es ihr schon nach einer Stunde besser.

Ein typisches Beispiel von vielen, das Therapeutinnen und Therapeuten so oder ähnlich in der Praxis begegnet. Verschiedene Ursachen können Auslöser für Schulängste sein. Es sind dabei Schülerinnen und Schüler in der Grundschule, Hauptschule, Realschule oder am Gymnasium gleichermaßen betroffen. Man unterscheidet Leistungs- oder Soziale Ängste. Bei Leistungsängsten haben die Kinder meist Prüfungs- und Versagensängste. Schon der Gedanke an den Misserfolg ist so belastend, dass er zu psychischen und psychosomatischen Reaktionen führt. Konkrete Auslöser können Wissenslücken nach längerer Krankheit sein, individuelle Lernschwierigkeiten, falsche Vorbereitung auf die Prüfungen, Überforderung durch die Wahl der falschen Schulform oder einfach eine schlechte Note. Das Gefühl dazu wird im Gehirn gespeichert und zukünftig mit dem Fach in Verbindung gebracht. Aber auch zu hohe Erwartungen seitens der Eltern, oder übertriebene Strenge in Bezug auf schulische Leistungen können zu Ängsten führen. Manchmal hat ein Elternteil selbst unter Schulangst gelitten und überträgt diese Ängste auf das Kind.

Soziale Ängste können aus vermindertem Selbstbewusstsein entstehen, wodurch das Kind nicht adäquat auf Spott, Hänseleien oder körperliche Gewalt reagieren kann. Aber auch Ängste vor Mitschülern und Lehrern oder Mobbing können zu starken Ängsten führen, bis hin zur Schulverweigerung.

Bei beiden Formen der Schulangst entwickeln die Kinder eine Vermeidungstaktik und versuchen den Ort, mit dem sie diese negativen Gefühle verbinden, zu meiden – die Schule. Daher ist es besonders wichtig, dass in diesen Fällen eine Zusammenarbeit zwischen Eltern, Lehrern, Kindern und eventuell Schulpsychologen oder Sozialpädagogen stattfindet. Sehr gute Möglichkeiten kann eine naturheilkundliche Unterstützung durch einen Heilpraktiker oder eine Heilpraktikerin bieten, da es zu keinen Nebenwirkungen oder Gewöhnung wie bei anderen Medikamenten kommt.

Eine Säule der Behandlung stellt die Unterstützung der Psyche durch naturheilkundliche Präparate dar. Hier ist es wichtig, individuell für jedes Kind die bestmögliche, individuelle Behandlungsform zu finden. Möglichkeiten sind Globuli, spagyrische Tropfen, Bachblüten, Unterstützung durch Aromen oder auch Akupunktur. Eine zweite wichtige Säule ist das Erarbeiten von Bewältigungsstrategien und Selbsthilfemöglichkeiten in Gesprächen mit dem Kind. Hier können u.a. Elemente aus der Kinesiologie hilfreich sein. Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin kann auch die richtige Ernährung die Behandlung unterstützen.

Ein unersetzbarer und wichtiger Teil der Behandlung ist aber das Trösten und Ermutigen durch die Eltern. Viel Liebe und Geduld geben dem Kind Mut und Kraft die Ängste zu bewältigen und wieder gerne in die Schule zu gehen.                 

Barbara Langerspacher
(erschienen in Ausgabe 38, November 2018)

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