Wege aus der Sucht finden

Viele Kinder machen nach einer Erkrankung einen besonderen Entwicklungsschub Viele Kinder machen nach einer Erkrankung einen besonderen Entwicklungsschub
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Alternativmedizinische Therapien bieten Lösungsmöglichkeiten an

In der heutigen Zeit strömt eine ständige optische, akustische und elektromagnetische Reizüberflutung auf den Menschen ein. Psychische und emotionale Überlastung sind die Resultate. Aus permanentem Leistungsdruck heraus entsteht ein unregelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus. Existenzängste können sich ausbilden.

  Die innere Unruhe beginnt also in der Regel nicht aus heiterem Himmel, sondern basiert meist auf psychischen, seelischen und auch körperlichen Dysregulationen. Verschiedene Beschwerden, wie z.B. chronische Müdigkeit, Leistungsabfall und Gereiztheit, funktionelle Magen-Darm-Beschwerden, Bluthochdruck, Libido- und Potenzstörungen sowie Kopf und Rückenschmerzen sind oft die ersten Anzeichen von Depressionen und Angststörungen. Die Erscheinungen sind auf ein gestiegenes Stresslevel und einem damit einhergehenden erhöhten Sympathikotonus zurückzuführen. Unter diesem Begriff versteht man den Erregungszustand des sympathischen Nervensystems. Daraus kann ein permanent überhöhter Cortisolspiegel resultieren, welcher das Immunsystem schwächt. Deshalb kommen häufig Abwehrschwäche und Infektanfälligkeit als Folge des Dauerstress‘ hinzu. 

Die Flucht in erhöhten Zigarettenkonsum, Alkohol, Schlafmittel und Beruhigungsmittel sind bei manchen Menschen oft die Mittel der ersten Wahl, um die Beschwerden für sie erträglicher zu machen. Aber auch eine Art Fresssucht in Übermaß gefolgt von Übergewicht ist sehr häufig in der Gesellschaft zu sehen.

In der Naturheilpraxis werden gegen Suchterkrankungen verschiedener Art eine Reihe von Therapiemöglichkeiten angeboten. Diese können nach einer sorgfältigen Anamnese und Zuerkennung der Lebensumstände versuchen, Dauerbelastungen zu erkennen, Konflikte zu lösen sowie Konzepte anbieten, diesen vorzubeugen. Als Behandlungskonzepte kommen hier vor allem Gesprächstherapie, Kinesiologie, Wirbelsäulentherapie, Akupunktur mit Quadellungen auf Akupukturpunkten (Homöosinatrie) in Frage. Auch die Spagyrik in Verbindung mit Homöopathie bietet Ansatzpunkte zur Problemlösung. Ebenso kann die Cluster-Regulations-Therapie eingesetzt werden. Diese basiert auf der Verwendung von Körperprodukten aus dem eigenen Körpersystem: Die Ausgangsmaterialien (z.B. Speichel, Blut, Urin, Nasensekret, Stuhl) werden in destilliertem Wasser über eine Kristallisation in einem spezialisierten Labor fixiert und damit entschlüsselungsfähig bzw. lesbar gemacht. Aus dem Abgleich der Kristallisate ergibt sich ein komplettes Therapiekonzept. Diagnostisch zeigt es die ererbten und aktuellen Stoffwechselprozesse und die bisherige Leidensgeschichte an. Die Clustermedizin ist ein sehr grundlegendes Therapeutikum, das Menschen dabei unterstützen kann, grundsätzliche Disharmonien und alte verankerte Traumen zu lösen und in eine Weiterentwicklung zu bringen. Es kann nach Überzeugung darauf spezialisierter Therapeuten neuronale Verschaltungen alter Muster im Gehirn lösen und dem Gehirn so ermöglichen „neue Straßen“ zu finden. So z.B. bei Themen aus der Vergangenheit, aus schwierigen Lebensphasen, die den Menschen entscheidend geprägt und möglicherweise in seiner Weiterentwicklung blockiert haben. 

Ergänzend können mittels kinesiologischer Testung ursprüngliche, teilweise weit in der Vergangenheit liegende traumatische Ereignisse, die verdrängt wurden, aufgedeckt werden. Das ermöglicht Betroffenen, sich von alten Emotionskonflikten zu befreien und es können Anstösse zur Änderung der Lebensumstände vermittelt werden. Unterdrückte oder verhinderte Emotionen können zu Depressionen und psychosomatischen Krankheiten führen oder ein Suchtgeschehen entwickeln.

Barbara Waigt
(erschienen in Ausgabe 38, November 2018)

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