"Frühjahrsputz" für den Organismus

Kräutertee kann die Ausleitung schädlicher Substanzen optimal unterstützen Kräutertee kann die Ausleitung schädlicher Substanzen optimal unterstützen
© Pixabay

Frischer und leistungsfähiger durch Unterstützung von Stoffwechselfunktionen

Im Frühling, wenn die ersten Sonnenstrahlen die Natur wieder zum Leben erwecken, ist die optimale Zeit, um auch dem eigenen Körper eine Frühjahrskur zu gönnen und ihn zu reinigen. Schlacken im Körper sind die Folgen schlechter Ernährung oder schlechter Umwelteinflüsse und sollten durch den Körper selbst beseitigt werden.

Organe wie die Leber, Niere, Darm oder Haut sind dafür zuständig, schädliche Substanzen abzutransportieren. Nehmen aber diese Substanzen überhand oder funktioniert eines dieser Organe nicht optimal, kann der Körper sie nicht mehr komplett ausscheiden und ist gezwungen sie irgendwo einzulagern, bis sich eine Möglichkeit der Ausscheidung bietet. Dies kann sein im Darm, in den Fettzellen, den Organen und dem Gewebe.

Schlacken können unter anderem entstehen durch zu viele raffinierte Kohlenhydrate, Stoffwechselgifte, Umweltgifte (z.B. Spritzmittel von Obst und Gemüse), Säuren aus Schmerzmittel- und Medikamentenkonsum, Harnsäure aus zu viel Fleisch und/oder Alkoholkonsum, Nikotinsäure vom Rauchen oder z.B. Stress und hektischer Lebensweise.

Der Körper ist bemüht, die Schlacken zunächst da einzulagern, wo sie am wenigsten Schaden anrichten. Dafür bietet sich in erster Linie das Unterhautfettgewebe, das Bindegewebe an. Dies kann sich zeigen als Cellulite, Hautunreinheiten, Mundgeruch, trägem Stoffwechsel, Kopfschmerzen oder Mattigkeit. Wird gegen diese Ablagerungen nichts unternommen, kann es in Folge auch zu Ablagerungen im Gewebe, an Knochen, Gelenken und den Organen kommen. Dadurch wird der Grundstock für verschiedenste Krankheiten, wie z.B. Gallensteine oder Gicht, gelegt.

Das Immunsystem wird ebenfalls geschwächt und man wird anfälliger für Bakterien, Pilze und Viren. Erkältungen, Harnwegsinfekte und Pilzinfektionen können zunehmen. Allgemein wird der Körper anfälliger für Infektionen. Daher ist es wichtig, den Körper regelmäßig zu entgiften und zu entschlacken. Er wird gesünder und vitaler, der Stoffwechsel funktioniert wieder besser und man fühlt sich frischer und leistungsfähiger.

Gerade im Frühling empfiehlt sich eine Ausleitungskur für Lymphe, Nieren, Leber und Haut, z.B. mit pflanzlichen Tropfen. Abhängig vom Gesundheitszustand kommen verschiedene Methoden in Betracht. Schröpfen, oder eine Honigmassage sind optimale Methoden, unterstützend das Bindegewebe von Schlacken zu befreien, und zu entgiften. Zudem können sie Verspannungen lösen und entspannend wirken.

Die „Darmbürste“ nach Hildegard v. Bingen“ kann Darmschlacken ausleiten, die Darmzotten reinigen und durch die ätherischen Senföle kann der Darm auf natürliche Weise „desinfiziert“ werden. Hierzu wird 3mal amTag, vor den Mahlzeiten, ein Teelöffel biologischer Senfkörner unzerkaut mit Wasser geschluckt. Die Körner passieren unverdaut den Magen, gehen im Darm auf, das ätherische Öl tritt aus und wirkt entgiftend. In den leeren Schalen sammeln sich Schlacken, Bakterien und Giftstoffe und verlassen so den Darm auf natürliche Weise. Vorab ist ein Arzt oder Therapeut zu fragen, ob diese Methode geeignet ist. Auf keinen Fall darf sie bei Darmdivertikeln angewendet werden.

Optimale Ergebnisse einer Ausleitung können erreicht werden, indem man mind. 1,5-2 Liter Wasser oder Kräutertee pro Tag trinkt. Zu vermeiden sind Alkohol, Kaffee, Nikotin und Zucker. Ausgewogene Ernährung, mit viel Gemüse, basischen Lebensmitteln und hochwertigen Fetten und Ölen ist in der Entschlackungszeit besonders wichtig.

Ausreichend Schlaf und täglich eine halbe Stunde an der frischen Luft wirken besonders unterstützend. Diese Maßnahmen sollten 4 Wochen durchgeführt werden.            

Barbara Langerspacher
(erschienen in Ausgabe 36, März 2018)

Anzeigen