Ein Reifen für Fitness und gute Laune

Hula Hoop macht Spaß  und übt eine positive Wirkung auf den Körper aus Hula Hoop macht Spaß und übt eine positive Wirkung auf den Körper aus
Foto: Edith Schreiber

Hüftkick mit großem Spaß-Faktor für Jung und Alt

In den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts eroberte der Hula-Hoop-Reifen von Amerika aus die Welt. Groß und Klein, Jung und Alt ließ den schlichten Plastikreifen um die Hüften kreisen. Von Conny Froboes wurde er sogar besungen. Der Hula Hoop-Reifen wurde rasend schnell zum Trend. Inzwischen ist es ruhiger um das Trainingsgerät geworden.

Doch so ganz von der Bildfläche ist es nie verschwunden. Und das hat seine Gründe. Heute wie damals gilt: Dieses Sportgerät ist handlich, günstig zu erwerben, allein oder in der Gruppe leicht einsetzbar und es kann so viel!

Wer einmal miterleben kann, wie eine Gruppe Menschen, egal welchen Alters, zusammen zu flotter Musik den Reifen um die Hüften schwingen lässt, der erkennt sofort, wie viel Spaß das macht. Dem Wunsch, es auch mal zu probieren, sollte man unbedingt nachgeben. Es ist ganz einfach. Die Schauspielerin Liselotte Pulver hat in ihrem Film „Ich denke oft an Piroschka“ einen Herren, der vorgab nicht tanzen zu können, auf die Tanzfläche geschickt und ihm erklärt, er müsse sich einfach nur da hinstellen und den Rest mache die Musik. Fast so einfach verhält es sich mit dem Hula Hoop. Die richtige Musik hilft dem einen oder anderen zweifelsfrei dabei. Man findet aber auch ohne Musik schnell den richtigen Zeitpunkt, an dem man den Reifen weiterkicken muss. Es geht nämlich, auch wenn man das oft so suggeriert bekommt, gar nicht um große runde Bewegungen der Hüfte. Es geht um einen Kick, einen kleinen Impuls, dem man dem Reifen im richtigen Moment mit der Körpermitte gibt, um ihn am Kreisen zu halten. Es geht also viel mehr um Körperspannung, als man vermuten mag. Und mit dieser Körperspannung kann man dem Körper viel Gutes tun. Dazu benötigt man lediglich einen Reifen und etwas Platz. Die leichten Reifen, die meist in den Spielzeugabteilungen der Kaufhäuser angeboten werden, sind allerdings gänzlich ungeeignet. Wer einen guten Reifen sucht, wird in Sportgeschäften oder natürlich im Internet fündig. Man besorgt sich für den Anfang am besten einen einfachen Reifen, der für Erwachsene mindestens 700 g wiegt und der, wenn man ihn auf den Boden aufstellt, etwa bis zum Bauchnabel reicht. 

Bevor man startet, sorgt man für ausreichend Platz, damit nicht Schäden an Möbeln oder Wohnaccessoires für Ärger sorgen. Das Training ist natürlich ganzjährig bei fast jedem Wetter, ausgenommen Sturm, auch in der Natur durchführbar. Und dann geht es los. Zu Beginn stellt man am besten ein Bein leicht nach vorne und schwingt den Reifen mit beiden Händen gleichmäßig um die Taille. Und nun kommt es darauf an, den Hüftkick im richtigen Moment einzusetzen. Detaillierte Anleitung bekommt man in Sportstudios. Aber auch im Internet findet man sehr gute Videos, die den Einstieg erleichtern. Hat man den Schwung in seine „Lieblingsrichtung“ erst einmal heraus, geht es darum, auch die „schlechte“ Richtung zu üben. So wie man Links- oder Rechtshänder ist, hat man auch beim Hula Hoop eine bevorzugte Richtung, in der man sich leichter tut, wie in die andere Richtung. Wer soweit ist, kann ganze Workouts machen, es mit Hoop Dance versuchen, Tricks lernen oder auch während eines Spazierganges den Reifen um den Körper kreisen lassen. 

Egal ob in der Gruppe oder allein: Die positive Wirkung auf den Körper lässt nicht lange auf sich warten. Hula Hoop ist zur Gewichtsabnahme geeignet und trainiert den Beckenboden, die Rücken- und Bauchmuskulatur und bei geeignetem Workout auch den Po und die Beine. Auch die Lachmuskeln und die gute Laune kommen nicht zu kurz. Und das alles gilt übrigens für Kinder, Damen und Herren!               

Conny Mittermeyer
(erschienen in Ausgabe 41, November 2019)

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