Wenn die Tierseele Trauer trägt

Die Trauer der Tiere kann sich bemerkbar machen Die Trauer der Tiere kann sich bemerkbar machen
© Pixabay

Hilfe zur Verlustbewältigung bei hinterbliebenen Haustieren

Für viele Menschen bricht nahezu eine Welt zusammen, wenn sie jemanden, der ihrem Herzen sehr nahe steht, durch den Tod verlieren. Es entzieht ihnen beinahe den Boden unter den Füßen und das Herz scheint regelrecht zu zerbrechen. 

Haustiere empfinden ebenso und leiden unendlich, wenn sie einen langjährigen „Freund“ oder ihren geliebten Menschen verlieren. Und je enger ein Mitgeschöpf sich an seinen Sozialpartner bindet, desto größer ist die Trauer, wenn es diesen verliert. Tiere haben ein sehr tiefes Bewusstsein und spüren genau, ob sie nur für eine gewisse Zeit von jemandem getrennt sind oder ob es der endgültige Abschied hier auf Erden ist! 

Die Trauer der Tiere kann sich ebenso wie bei Menschen auf physischer,  psychischer und energetischer Ebene bemerkbar machen. Sie verweigern die Nahrung und manchmal sogar die Aufnahme von Flüssigkeit, sie leiden unter einem extremen  Energieverlust und wollen oftmals in keiner Form mehr am Leben teil nehmen. Dies hat zur Folge, dass sie an Gewicht verlieren, teilweise stark austrocknen und und unter enormer Schwäche leiden. Ebenso kann man eine negative Veränderung des Haarkleides beobachten und oftmals verlieren die Tiere große Mengen an Fell bis hin zur Unterwolle. Außerdem können gewisse Stereotypien wie Felllecken entstehen, was zur Folge hat, dass sich z. B. Katzen solange putzen, bis kahle Stellen am Körper entstehen. Es kann sogar soweit kommen, dass sich diese entzünden und eine großflächige Wundversorgung notwendig wird. Oder wer kennt sie nicht, die Geschichte vom treuen Hund, der am Grab seines Herrchens sitzt und trauert – leider kein Märchen sondern die Wahrheit! Ein gewisses Maß an Trauer gehört auch in der Tierwelt zum Leben dazu und ist wichtig, um Abschied nehmen zu können. Manchmal jedoch bleiben Hund oder Katze sozusagen in einer Trauerphase hängen und es gelingt ihnen nicht mehr, alleine den Weg aus dem Tal der Dunkelheit zu finden. 

Nun stellt sich die Frage, wie man den geliebten Mitgeschöpfen helfen kann, über ihre Trauer hinweg zu kommen. Auf körperlicher Ebene kann man die Tiere z. B. durch entsprechende Nahrung und Aufbaupräparate unterstützen, ebenso wirken kräftigende medizinische Maßnahmen oftmals sehr unterstützend. In erster Linie jedoch ist es die uneingeschränkte Liebe, welche man ihnen entgegenbringen sollte. Tiere spüren sofort, wenn ein Mensch ihnen sein Herz öffnet und ihnen wahrhaftig begegnet. Ebenso wichtig ist ein positiver Umgang und viel Aufmerksamkeit. Freude und Fröhlichkeit sollten wieder Einzug ins Leben der tierischen Wegbegleiter halten! Dazu gehört auch eine gewisse Phantasie, um den Spieltrieb und die Neugierde der Vierbeiner wieder zum Leben zu erwecken. 

Auf energetischer Ebene kann man z. B durch Farben und ausgewählte Aromastoffe sehr viel bewirken und dadurch den Tieren den Weg aus der Trauer erleichtern.  Ebenso hilfreich sind sanfte Berührungen und Massagen, um die Energie im Körper wieder in Fluß zu bringen. Auch Akupressur kann dabei helfen, das psychische Gleichgewicht wieder zu finden. 

Viele Menschen vermeiden es, über den eigenen Tod und dessen Folgen für ihre zurückgelassenen Vierbeiner nachzudenken. Dennoch sollte aber auch dies zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den Tieren gehören. Nicht immer ist es selbstverständlich, dass sich nach dem Tod der Bezugsperson im Familienkreis jemand bereit erklärt, den hinterbliebenen Tieren ein neues Zuhause zu geben. Deshalb sollte man sich in Bezug auf diese Eventualität frühzeitig Gedanken über eine möglichst liebevolle Unterbringung seines Vierbeiners – vielleicht im Bekanntenkreis – machen. Denn mit einer verantwortungsbewußten Vorsorge kann man verhindern, dass ein treues Herz zerbricht. 

 

Margit Fuchsreiter
(erschienen in Ausgabe 33, März 2017)

Anzeigen