Harmonie durch Wohlgeruch

Weihrauchbaum im Oman Weihrauchbaum im Oman
Foto: Vielhauer

Anwendung von echtem Weihrauch kann besondere Atmosphäre schaffen

Mit der Anwendung von Weihrauch sind bei manchen Menschen nicht immer nur angenehme Erinnerungen verbunden. Da der Begriff „Weihrauch“ in Deutschland nicht geschützt ist, kommt es immer wieder vor, daß in sogenannten Weihrauch-Mischungen alles andere als „Echter Weihrauch“ enthalten ist.

Oft kommen Harze aller Art, auch minderer Qualität, vermengt mit Farb- und künstlichen Duftstoffen zum Einsatz. Oftmals wird roter, grüner, blauer oder auch schwarzer Weihrauch angeboten. Dies alles hat nichts mit dem wunderbaren, echten und kostbaren Weihrauch-Harz aus dem Oman zu tun. Echter Weihrauch wurde früher mit Gold aufgewogen – mit gutem Grund.

Weihrauchbäume wachsen nur auf dem sogenannten Weihrauchgürtel. Dieser hat nur eine Breite von ca. 15 km und zieht sich von Eritrea nach Somalia, über den Jemen zum Oman und dann nach Indien durch. Die weltbeste Qualität von echtem Weihrauchharz mit dem Namen Boswellia sacra kommt aus dem Süden von Oman, aus dem Dhofargebiet.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, daß echter Weihrauch bei chronischen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Asthma bronchiale und Schuppenflechte (Psoriasis), Arthrose sowie bei chronischen Kniegelenksarthrosen sehr gut helfen kann. Weihrauch beinhaltet entzündungshemmende Substanzen, ist jedoch als Medikament in deutschen Apotheken nicht zu finden. Es gibt lediglich Präparate als Nahrungsergänzungsmittel. Auch hier kann der Laie nicht erkennen, ob die zur Heilung notwendige hohe Konzentration an Boswelliasäuren vorhanden ist.

Im Oman ist es Tradition, mehrere Weihrauchharzbrocken in einem Wasserglas über Nacht stehen zu lassen und die aufgelöste Mischung am nächsten Tag zu trinken. Auch werden die Weihrauchharzbrocken von den Einheimischen gekaut. Nach kurzer Zeit entwickelt sich der Harzbrocken zu einem natürlichen Kaugummi und entfaltet im Mund ein angenehmes frisches Gefühl. Die Wirkstoffe des Weihrauchs mit den Boswelliasäuren werden über die Mundschleimhaut aufgenommen und können entzündungshemmend wirken. Dies ist jedoch nicht für Laien zu empfehlen, die die Qualitätsunterschiede des echten Weihrauchs nicht kennen. Sollten einer Weihrauchmischung Farb- oder Duftstoffe oder auch andere Harze beigemischt sein, kann sich dies sehr gesundheitsschädlich auswirken. Dienlich ist immer eine 100% naturreine Deklarierung, mit Angabe des botanischen Namens auf dem Weihrauchprodukt. Ohne diese Deklarierung könnten beliebige Inhaltsstoffe zugemischt worden sein.

Eine gute Methode ist es, echten Weihrauch auf einem professionellen Räucherofen zu verräuchern, so daß die wohltuenden Wirkstoffe der Boswelliasäuren die Raumluft einhüllen, reinigen und energetisieren. Räucher-Aromastoffe, sofern sie 100% naturrein sind, schaffen eine heilige und somit heilende Atmosphäre, setzen über die Räucherung die Heilwirkung und die Seele der Pflanze frei und harmonisieren auf erhellende Weise die Umgebung und die Räumlichkeiten. Von Räucherungen auf herkömmlicher Räucherkohle ist abzuraten. Diese wird mit Chemikalien und Salpeter getränkt, damit sie möglichst schnell durchglüht. Dies kann sich sehr gesundheitsschädlich auswirken.

Echter Weihrauch aus dem Oman duftet göttlich frisch, öffnet das Kronenchakra, reinigt kompromißlos auf körperlicher und geistig seelischer Ebene und macht den Kopf frei.

Der Geruchssinn ist das älteste Sinnesorgan des Menschen und Düfte erreichen eine der ältesten Gehirnstrukturen, nämlich das limbische System. Hier werden Sinneserfahrungen mit Erinnerungen und Gefühlen in Beziehung gesetzt und es können grundlegende körperliche Heilreaktionen geschehen.

 

Gerda Maria Vielhauer
(erschienen in Ausgabe 33, März 2017)

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