Kommunikation mit dem "Ich"

Aus dem Unterbewusstsein  gelöschte Blockaden führen in die Lebensfreude Aus dem Unterbewusstsein gelöschte Blockaden führen in die Lebensfreude
© Arthur Braunstein / fotolia

Blockaden und negative Gefühle aktiv aus dem Unterbewusstsein löschen  

Dennoch stellen Glaubenssätze eine unverrückbare Tatsache dar, die das Leben oft schwerer machen als nötig. Sie prägen Denken, Fühlen und Handeln. Der Glaube ist jedoch nur eine mögliche, subjektive Sicht der Dinge und eben nicht die absolute Wahrheit. 

Der Mensch ist geprägt durch Vorfahren und Vorbilder. Er bewertet subjektiv verschiedenen Lebenserfahrungen und speichert diese vor allem unbewusst im Gedächtnis ab. Doch warum werden Glaubenssätze gebildet? Man sucht darin Orientierung und Sicherheit sowie einen vermeintlichen Schutz vor bestimmten Enttäuschungen. Es manifestiert sich im Unterbewusstsein eine subjektive Wahrheit, die immer wieder zu Enttäuschungen führt, weil Überzeugungen des Lebens (= Glaubenssätze) für „wahr“ angesehen und gelebt werden, die von anderen übernommen wurden. 

Die Rolle der Glaubenssätze ist in der Erschaffung für die eigene Realität immens. Um diese zu bestimmen und Wahrhaftigkeit zu leben ist es daher sehr wichtig, auf die eigenen, wiederkehrenden Gedanken und Aussagen ganz bewusst zu achten. Beispiel: Wenn etwas misslungen ist: „Das kann ja nur mir passieren“ oder „ohne Fleiß kein Preis“ usw. Die Sätze mit „ich muss doch“, „ich darf nicht“, „ich bin nicht genug“ sind sehr aussagekräftig und steuern als negative Glaubenssätze das Bewusstsein. Außerdem ist es von großer Wichtigkeit, auf die eigenen Gefühle und Emotionen zu achten. Hinter vielen wiederkehrenden Gefühlen (z.B. Angst oder Freude), liegt ein Glaubenssatz. Für den Selbstfindungsprozess ist es wichtig, dass jeder Mensch für sich individuell erkennt, woran er/sie selbst „wirklich“ glaubt. Durch Aufdecken der individuellen Glaubenssätze ist es möglich, seine eigenen Gedanken und die damit verbundenen Emotionen zu verknüpfen.

Aufgedeckte Glaubenssätze, die nicht der gewünschten Realität entsprechen, sollten aufgelöst und umformuliert werden, da sie den Selbstfindungsprozess blockieren. Ein Verändern der aufgedeckten Glaubenssätze oder einfach zu sagen „ich glaube nicht mehr daran“ ist aber nicht ausreichend, um diese Glaubenssätze zu löschen.  Denn es ist ein Prozess von kognitiver und emotionaler Einsicht nötig, über welchen die „falsche“ Realität des Glaubenssatzes enthüllt wird: erst wenn ein ungewollter Glaubenssatz erkannt ist, kann er neutralisiert werden, so dass ein neuer, erwünschter Glaubenssatz gewählt werden kann. Das Unterbewusstsein wiederholt sonst immer die eingeprägten Gewohnheiten. Denn es unterscheidet nicht zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Für das Unterbewusstsein ist immer noch gegenwärtig, was z.B. im Kindesalter geschehen ist. Das Bewusstsein kontrolliert nur 1-5%, das Unterbewusstsein hingegen 95-99% des Lebens! Namhafte Gehirnforscher sagen sogar: „wir werden gedacht“ und nicht „wir denken“. Durch das „Aufspüren und Erfühlen“ der eigenen „Herzenswünsche“ entsteht eine wahrhaftige Kommunikation mit dem eigenen Ich.

Von entsprechend ausgebildeten Therapeuten können über ein intensives Gespräch und anschließende energetische Arbeit Glaubenssätze, die den Selbstfindungsprozess blockieren, auf­gedeckt und umformuliert werden. So können die durch Glaubenssätze ausgelösten Blockaden und negativen Gefühle aktiv aus dem Unterbewusstsein gelöscht werden. Dieser Prozess führt den Klienten in seine innere Freiheit, zu mehr Selbstbewusstsein und somit in die Lebensfreude.  

Marianne Prams
(erschienen in Ausgabe 32, November 2016)

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