Frischer Wind durch alten Brauch

Spezielle Räuchermischungen stärken die Körperenergie Spezielle Räuchermischungen stärken die Körperenergie
Foto: Vielhauer

Energetisches Räuchern im keltischen Jahreskreis

Mit dem „Ostarafest“, das von unseren Vorfahren am 21. März zur Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche gefeiert wurde, kündigt sich der Frühling an und löst die kalte und auch oft lichtkarge Winterzeit ab. Die Natur erwacht mit einer enormen Wachstumskraft und Kreativität. 

Alles ist in Aufbruchstimmung. Die Säfte in den Pflanzen fließen voller Eifer und Tatendrang. Die Knospen strotzen nur so voller Lebenskraft, sind prall gefüllt und warten auf die ersten warmen Sonnenstrahlen und Regentropfen, um sich dann mit voller Wachstumskraft zu zartgrünen Blättern und frühlingsfarbenen Blüten zu verwandeln.

Wie jedes keltische Jahres­kreisfest zeigt auch „Ostara“ seine Zeitqualität im Außen. Früher haben sich die Menschen nur an der Natur orientiert und ihren Jahresplan auch im Innen nach dieser ausgerichtet. In unserer heutigen, schnellebigen Zeit orientieren sich viele Menschen wieder um, zurück zur Natur, zurück zu den alten Bräuchen und Riten, da sie spüren, dass da die Wurzeln des Menschen zu finden sind. Mit Mutter Erde und der Natur im Gepäck fühlt man sich getragen, geerdet und All-Eins. 

Mit der Kraft des Elementes Luft, das dem Jahreskreisfest Ostara zugeordnet ist, können die inneren und äußeren Räume mit angenehmen natürlichen Düften erhellt werden. Mit Räucherungen kann der Frühling und die Wachstumskraft im Garten sowie Projekte im Innen und in den Wohnräumen begrüßt werden. Hier freuen sich die Naturwesen, die Sylphiden und Sylphen, mythologische Gestalten, die nun Höchstarbeit leisten, um jedem Pflänzchen den Lebens­atem einzuhauchen.

Traditionell ist der sogenannte Frühjahrsputz, der früher in jedem Haushalt selbstverständlich war. Auch heute kann dieser wieder in den Alltag eingebaut werden. Jeder, der im Frühjahr einen großen Hausputz durchführt, kann bestätigen, wie befreiend dies ist, wenn alle Vorhänge gewaschen, die Teppiche gereinigt, alle Spinnweben beseitigt sind und die Fenster wieder so strahlen, als wären sie nicht da. Danach spürt jedermann den Frühling wirklich im Innen und Außen. Als Krönung dieses Frühjahresputzes werden zum Abschluß alle Räumlichkeiten gründlich ausgeräuchert, so daß wieder überall „frischer Wind“ zu spüren ist.

Für diese Räucherung eignen sich besonders frisch duftende, getrocknete Pflanzen wie zum Beispiel Orangenblüten, Lemongrass, Kardamomsamen und Dammar. Diese Mischung ist auch im Handel erhältlich als Räuchermischung Ostara: Orangenblüten werden der Sonne zugeordnet. Die Blüten werden auch gerne in Liebesräucherungen verwendet und wirken sehr erheiternd, anregend und harmonisierend. Lemongrass beruhigt das zentrale Nervensystem, erhellt die Stimmung und fördert den Optimismus. Ebenso wirkt es konzentrationsfördernd und inspirierend. Kardamomsamen wirkt erwärmend, erotisierend und stimmungshebend. Dies wirkt sich wohltuend auf die Seele aus und stärkt die Körperenergie. Dammar, das lichtvolle Baumharz gegen die Schwermut, wirkt erheiternd, erhellend, aufmunternd frisch und klärend. Der Duft bringt Licht in das Dunkel der Seele und kann – nach Auffassung mancher Anwender – hellsichtig machen. Diese Räuchermischung ist bestens dazu geeignet, den Frühling zu begrüßen und das Ostarafest zu feiern.

Zur Begrüßung des Frühlings kann man auch ein Ostarafeuer entzünden, um darin evtl. noch Vorhandenes, Altes endgültig zu verbrennen, damit die Frische, das Neue und der Frühling mit seiner enormen Wachstumskraft im Leben einziehen dürfen. Dazu können frische, fröhliche Lieder, mit voller Stimmkraft gesungen werden, begleitet mit Tönen aus Flöten, Klangspielen, Klangschalen und Trommeln.             

Gerda Maria Vielhauer
(erschienen in Ausgabe 30, März 2016)

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