Die Sprache des Herzens

Tierkommunikation ist Verständigung auf gedanklicher Ebene Tierkommunikation ist Verständigung auf gedanklicher Ebene
Foto: Schuhegger

Neue Perspektiven durch eine nicht alltägliche Verständigungsmöglichkeit zwischen Tier und Mensch 

Unter „Tierkommunikation“ versteht man eine seit alters her angewendete Möglichkeit der Verständigung mit Tieren, die auf gedanklicher Ebene stattfindet. Viele Naturvölker, aber auch nicht-indigene Menschen, beherrschen diese Art der Kommunikation noch heute. Sie gehört für sie zum Leben, wie z. B. sehen und hören. 

Genutzt wird dabei ein elektromagnetisches Feld, das vom Herzen ausgeht und sich weit über den Körper hinaus dehnt. Wissenschaftler haben festgestellt, dass durch dieses Feld Informationen ausgetauscht werden können. Jedem gesprochenem Wort geht ein Gedanke, ein Bild, ein Gefühl voraus. Dies telepathisch zu vermitteln und zu empfangen ist eine angeborene Fähigkeit, viele haben leider im Laufe des Lebens diese Fähigkeit verdrängt bzw. verlernt. Aber jeder  kennt bestimmt die Situation, dass man intensiv an einen Menschen denkt und schon ruft er an, oder man trifft sich „zufällig“ auf der Straße. 

Tiere sind meist die treuesten Freunde, die Menschen haben können. Oft lieben sie bedingungslos. Aber viele Tierbesitzer möchten wissen: „Was fühlt mein Hund, mein Pferd oder meine Katze wirklich? Geht es ihnen gut, haben sie Schmerzen oder was kann ich verbessern, damit es Ihnen besser geht?“ Tierkommunikatoren können ein Sprachrohr für die Tiere sein. Es ist ein großes Geschenk, mit einem Tier sprechen und es verstehen zu dürfen. So kann dem Tierbesitzer eine neue Perspektive über seine vierbeinigen Freunde und sich selbst vermittelt werden. Ihre Mitteilungen zu erfahren, kann zu einem einfacheren, harmonischeren Zusammenleben mit Tieren führen. Durch Auskünfte über die Ursachen von Problemverhalten können sich Situationen zwischen Tier und Tierbesitzern wesentlich verbessern. Zum Beispiel lassen sich Fragen klären wie: „Warum verhält sich mein Hund so unterwürfig oder aggressiv, warum fühlt sich mein Pferd im neuen Stall nicht wohl oder warum ist meine Katze plötzlich nicht mehr stubenrein?“ Bei entsprechend geschulten Tierheilpraktikern fließt in der therapeutischen Arbeit die Tierkommunikation mit ein, die Patienten können so mitteilen, ob es ihnen gut geht oder was Ihnen ganz und gar nicht passt. Dadurch ist die Therapie individuell auf das jeweilige Tier eingestellt. 

Ein nicht gerne angesprochenes Thema, aber für Tiere ein sehr wichtiges, ist der nahende Tod. Tierkommunikation kann hier in der Begleitung sterbender Tiere und ihrer Besitzer wertvolle Dienste leisten. Sie ermöglicht es, Prozesse des Loslassens, des Abschieds und der Trauer bei Tier und Mensch zu begleiten und zu unterstützen. Tiere haben ein gutes Gespür dafür, wann „das Ende“ naht und können dies übermitteln. Hier ist es sinnvoll, die Tiere über die Möglichkeit der tierärztlichen Sterbehilfe zu informieren. Oft, wenn alles zwischen Mensch und Tier besprochen ist, können sie von selbst gehen, oder nehmen die Sterbehilfe in Anspruch, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Dann allerdings gehört es auch zur Verantwortung, die Tiere gehen zu lassen.

Die Zeit, die man als Mensch mit einem Tier verbringen darf, ist ein großes Geschenk. Dabei darf nie vergessen werden, dass Tiere auch das Recht auf einen freien Willen haben. Ihr Seelenauftrag ist es nicht, zu dienen und sich unterzuordnen. Mensch und Tier sind gleichwertig, beide sind göttliche Geschöpfe. Entschließen sich Tiere zu dienen, tun sie das aus freiem Willen und dürfen niemals dazu gezwungen werden. 

Tierkommunikatoren sehen ihre Aufgabe darin, als Übersetzer und Vermittler zu dienen, nach besten Wissen und Gewissen. So dient Tierkommunikation nicht dazu, Tiere zu etwas zu bewegen, was nur der Besitzer von ihnen will. Bei jedem sogenannten „Fehlverhalten“ eines Tieres ist es wichtig, sich anzusehen, warum es sich so verhält. Oft spiegeln Tiere die Lebensumstände ihrer Menschen. Dies kann eine Chance sein für ein schöneres und vertrauensvolles Miteinander.                 

Ingrid Schuhegger
(erschienen in Ausgabe 26, November 2014)

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