"Der Schlüssel zur Heilung"

Einfache Handstellungen sprechen die Heilungszentren im Körper an Einfache Handstellungen sprechen die Heilungszentren im Körper an
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Mit einfachen Übungen auf die Ursache gesundheitlicher Probleme einwirken

Eine alternative Methode zur Behandlung von Krankheiten findet in letzter Zeit viele Anhänger. Sie nennt sich „Healing Code“ und wurde von Alex Lloyd, einem amerikanische Geistlichen, vor wenigen Jahren entwickelt und seitdem in Theorie und Praxis zahllosen Menschen zugänglich gemacht. 

Nachdem er Jahre lang auf der Suche nach einer Heilungsmöglichkeit für seine an schwerster Depression erkrankte Frau gewesen war, fand Lloyd im Jahr 2001 die Lösung. In seiner Arbeit mit vielen Menschen konnte er die Wirksamkeit seiner Entdeckung auch bei anderen medizinischen Problemen beobachten. In den Folgejahren wurde er von Dr. Ben Johnson, Krebsarzt mit eigener Klinik, unterstützt. Dieser bekräftigt, dass der „Schlüssel zur Heilung“, den Lloyd beschreibt, „bei nahezu jedem Problem und jedem Menschen wirkt“. Der Mediziner wurde nach eigener Ausage durch Lloyds Methode von der als unheilbar geltenden Krankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) geheilt.

Lloyd und Johnson führen das Entstehen von Problemen, Leiden und Krankheiten auf eine einzige Ursache zurück: Stress. Dieser bewirkt, dass der Körper auf Hochtouren läuft, weil Gefahr droht und er kämpfen oder fliehen will. Gleichzeitig wird das autonome Nervensystem heruntergefahren, die Körperzellen und Organe werden nicht mehr gut versorgt, was zu Störungen vieler Art führen kann. Verschiedene Krankheitsformen und negative Symptome resultieren daraus, denn das Immunsystem arbeitet nicht mehr effizient. Den Grad der Belastung eines Menschen infolge von akutem oder chronischem Stress kann man objektiv feststellen durch Herzfrequenz- oder Herzratenvariabilitäts-Tests (HRV). Damit lässt sich die Tätigkeit des autonomen Nervensystems messen, das alle unbewussten Lebensvorgänge steuert. Der Erfolg verschiedener Behandlungsmethoden und Therapien kann somit neutral festgestellt werden. Das von Lloyd entdeckte Schlüsselsystem zur Heilung, der Healing Code, wurde mittels der genannten Tests von ihm und Johnson immer wieder überprüft. Dabei stellte sich heraus, dass die Heilungsquote ungewöhnlich hoch war. 

Worin besteht nun dieses System vom „Schlüssel zur Heilung“? Alex Lloyd, der zwei Dok­tor­ti­tel in na­tur­heil­kund­li­cher Me­di­zin und Psy­cho­lo­gie führt, erkannte einen einfachen, physikalischen Mechanismus, um die stressbedingt blockierte Lebensenergie im Körper oder in der Lebenssituation, die durch traumatische Erlebnisse hervorgerufen wurde und meistens unbewusst wirkt, umzuwandeln. Mit dem Healing Code werden durch vier einfache Handstellungen die wichtigsten Heilungszentren im Körper angesprochen: Hypophyse, Epyphyse, Hypothalamus, Schilddrüse, zentrales Nervensystem und Gehirn. So kann die Gesundheit des gesamten Körpersystems wieder hergestellt, das autonome Nervensystem wieder aktiviert werden. Die Übung dauert nur wenige Minuten und wird so lange fortgesetzt, bis der Stress in Bezug auf das Trauma aufgelöst ist. Die Handhaltungen beziehen sich auf den Bereich der Nasenwurzel, des Kehlkopfs, des Kiefers und hinter den Schläfen. Vor der Übungsphase formuliert man für sich ein Problem und schätzt seine Schwere auf einer Skala von 1-10 ein (1 = wenig intensiv bis  10 = sehr intensiv). Dann wird das Gefühl ermittelt, mit dem das Problem verknüpft ist. Vorher wird ein Gebet gesprochen, in dem das Pro­blem benannt und der Heilungswunsch ausgesprochen wird. 

Die Methode ist wissenschaftlich nicht anerkannt. Viele Anwender der Übungen haben jedoch berichtet, dass sie bereits nach kurzer Zeit von ihren Beschwerden befreit waren, dass sie sich erleichtert fühlen und dass sie wieder mit Zuversicht ihrem Leben gegenübertreten. Schädliche Nebenwirkungen sind niemals beobachtet worden.             

Irmela Scheidle-Horkel
(erschienen in Ausgabe 25, Juli 2014)

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