Die andere Seite der Physik

Die Kommunikation der Zellen erfolgt mittels Lichtschwingung Die Kommunikation der Zellen erfolgt mittels Lichtschwingung
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Wissenschaftliche und spirituelle Erkenntnisse sind Kern einer neuen Behandlungsmethode

Erst wenige Jahre bekannt, hat sich die Methode der Quantenheilung schnell verbreitet und weiterentwickelt. Vor allem die Synergie in Kombination mit anderen Techniken erlaubt ein unglaubliches Umdenken im therapeutischen, beratenden und heilenden Bereich.

Der Begriff „Quantenheilung“ (QH) ist nicht neu. Bereits in den 80ern von Deepak Chopra verwendet, zeigte er als Erster die Parallelen zwischen Medizin, Quantenphysik und Spiritualität auf. Seit 2008 etablieren Dr. Frank Kinslow und Dr. Richard Bartlett die QH weltweit. Mittlerweile gibt es viele Anbieter ähnlicher Methodik und unterschiedlicher Philosophien. Im Kern geht es jedoch darum, zentrale Aussagen der modernen Quantenphysik und spirituelles Heilwissen in eine neue Heilmethode zu übersetzen, die wissenschaftliche Prinzipien berücksichtigt.

Lernt man QH kennen, ist eine der ersten Erkenntnisse, dass es keine feststehende Realität und Materie gibt. Der Begriff „Quanten” geht zunächst auf Max Planck zurück. Er entdeckte Ende des 19. Jahrhunderts das nach ihm benannte Wirkungsquantum eines Photons des Lichtes, die kleinste bis heute fassbare Energieeinheit. Carlo Rubia gelang es nachzuweisen, dass Materie aus nur einem Milliardstel Teil an Masse besteht. Durch weitere Entdeckungen im atomaren und subatomaren Bereich entstanden im Laufe der Zeit völlig neue physikalische Gesetze. Anfang des 20. Jahrhunderts relativierte Albert Einstein Isaac Newtons Gesetze von absolutem Raum und Zeit, weitere Physiker hoben diese später ganz auf. In den 90ern entdeckte Paul Davies, dass sich der Spin von Elektronen durch Gedankeneinfluss änderte. Das bedeutet, dass Materie beeinflussbar und Realität das Produkt geistiger Vorstellungen ist.

Nichts anderes besagt die spirituelle Sichtweise der energetischen Heilpraxis, die den lebenden Organismus als ein komplexes Resonanzsystem und schwingendes Gebilde versteht. Auch ein biologischer Körper besteht letztlich aus Photonen und Licht, die Kommunikation der Zellen erfolgt mittels Lichtschwingung. Verändert man diese durch Gedanken und Vorstellungen, ändert sich die Materie. Denn jedes System wird mit Hilfe einer nicht materiellen Informationsmatrix, dem Quantenfeld, aufgebaut und kontinuierlich versorgt. Darin ist nicht nur der Bauplan des Menschen gespeichert, sondern auch alle Erfahrungen, Überzeugungen, Einstellungen, Emotionen. Gerät die Ur-Matrix in Unordnung, wird der Mensch krank, seine Entwicklung blockiert. Meist wird bei der QH mit sanften Berührungen gearbeitet, doch die eigentliche Anwendung findet im Quantenfeld statt, außerhalb materieller Paradigmen. Dabei werden Informationen der ursprünglichen Schwingung abgerufen und an den zu heilenden Körperteil oder blockierten Energiestrom übermittelt, eine Reorganisation ermöglicht. Obwohl wissenschaftlich nicht anerkannt, verzeichnet QH enorme Erfolge.

Da im Quantenfeld bereits alle Informationen vorliegen, wird der Therapeut zum neutralen Beobachter, denn das (Unter-)Bewusstsein weiß genau, was zu tun ist. Hier spielen Bewusstsein und Intuition eine entscheidende Rolle. Dies erfordert viel Übung, Empathie und große Konzentrationsfähigkeit, um das Quantenfeld für die Zeit des Informationsaustausches zu halten und richtige Impulse zu setzen.

Die reine Technik ist jedoch so simpel, dass viele Nutzer dazu neigen, daran hängenzubleiben. Zumal ja schon diese eine Reaktion hervorbringt. So muss sich QH der Kritik stellen, zu einer Art „Heiler-Fast-Food“ zu werden. Das Hinterfragen dieser revolutionären Methode ist also ebenso angebracht, wie die Neugierde auf Neues.                 

Brita Graef
(erschienen in Ausgabe 22, September 2013)

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