Stress lass' nach

Von allen Seiten wirkt Stress heute auf den Menschen ein Von allen Seiten wirkt Stress heute auf den Menschen ein
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Wirkungsvoll entspannen und Belastungen reduzieren

Stress ist ein Begriff, der unangenehm berührt. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff meist als Synonym für eine hohe körperliche und seelische Belastung verwendet. Stress in der Arbeit durch Überforderung, Mobbing, Zeitdruck, funktionieren müssen, ständige Reizüberflutung durch moderne Medien, Internet und Computerspiele. Aber auch Stress in der Familie und sogar Stress in der Freizeit können als belastend empfunden werden.

Wenn die Phasen der Anspannung überhand nehmen, entsteht ein ungesundes Ungleichgewicht. Die permanente Ausschüttung von Stresshormonen bremst die Neubildung von Nervenzellen, die Gedächtnisleistung kann nachlassen, das Immunsystem geschwächt werden. Der Mensch gerät aus dem Rhythmus. Symptome wie Müdigkeit, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Verspannungen, Rückenschmerzen, erhöhte Infektanfälligkeit, Verdauungsbeschwerden sowie Erschöpfung bis hin zum Burnout können die Folge sein.

Stress kann als körperliche oder seelische Bedrohung empfunden werden. Er löst einen Mechanismus aus, der sich evolutionsbiologisch erklären lässt. Früher war es überlebenswichtig, dass der Körper bei Gefahr mobil machte und sich auf Kampf oder Flucht vorbereitete. Dabei spielt es keine Rolle, ob man von einem Säbelzahntiger angegriffen oder von der Arbeit gestresst wird! Der Ablauf ist der gleiche: Adrenalin und Cortisol werden ausgeschüttet, das Herz schlägt schneller, der Blutdruck steigt, die Atmung wird flacher und schneller, die Sinne sind geschärft die Muskeln spannen sich an – man kann blitzschnell reagieren. 

Hierfür verantwortlich ist der Sympathikus, ein Anteil des vegetativen (autonomen) Nervensystems, das weitestgehend nicht der willkürlichen Kontrolle des Bewusstseins unterliegt.

Ist die Bedrohung vorüber, sorgt der Parasympathikus (ein anderer Teil des vegetativen Nervensystems) für Entspannung und Ruhe. Die Muskeln können wieder entspannen, die Atmung wird tiefer und langsamer, Herzschlag und Blutdruck sinken, die Verdauung kann wieder arbeiten.

Auf eine Phase der Anspannung und Hektik sollte also eine Phase der Entspannung, Ruhe und Passivität folgen. Dieser Part kommt häufig durch Doppelbelastungen, Zeitmangel und Hektik zu kurz. In der „modernen“, schnelllebigen Zeit ist der Sympathikus der meist überwiegende Anteil des Nervensystems. Man kommt nicht mehr – oder nur zu kurz – zum Entspannen.

Was hilft bei Stress und dessen Symptomen? In der naturheilkundlichen Behandlung steht die ganzheitliche Therapie im Vordergrund. So können Entspannungsverfahren wie das Autogene Training, die CranioSacrale Therapie und auch Massagen helfen das seelische Gleichgewicht und die ursprüngliche Gesundheit wiederzufinden: 

Autogenes Training kann mit Hilfe einfacher Formulierungen leicht erlernt werden und findet besonders in der jetzigen stressvollen Zeit viele zufriedene Anhänger. Ziel der Übungen ist es zu entspannen und zur Ruhe zu kommen.

Die CranioSacrale Therapie unterstützt den Parasympathikus, den „Ruhe-Nerv“ des Körpers. Er steuert jene Anteile im Körper, die mit Ruhe, Entspannung und Erholung im Zusammenhang stehen. Es kann ein wirkungsvoller Spannungs- und Stressabbau erreicht werden.

Massagen gehören zu den ältesten Heilmitteln der Menschheit und können bei der körperlichen Entspannung und beim Ausgleich einseitiger Belastungen helfen. Sie fördern das seelische Gleichgewicht, Stress, Anspannungen und Blockaden können abgebaut werden. 

Weitere nebenwirkungsfreie Methoden zur Stresstherapie sind z.B. Bachblüten-Anwendungen und homöopathische Behandlungsweisen. 

Naturheilkundliche Therapien können Hilfe leisten zu wirkungsvoller Entspannung und Reduktion körperlicher sowie seelischer Belastungen.                    

Gudrun Lang
(erschienen in Ausgabe 33, März 2017)

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