Mit gutem Sehen zum Erfolg

Erfolg in der Schule kann von guter Augengesundheit abhängen Erfolg in der Schule kann von guter Augengesundheit abhängen
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Augengesundheit im Einfluss auf das Lerngeschehen bei Kindern

Vor einigen Wochen hat die Schule wieder begonnen – und damit auch der alltägliche Kleinkrieg in manchen Familien. Die Schulzeit ist oft eine massive Zerreißprobe für die ganze Familie, nicht nur für das Schulkind. Dabei müsste das nicht so sein – es gibt einige gute, Erfolg bringende Möglichkeiten, um Lernen, Merken, Wiederfinden ganz einfach zu meistern.

Immer öfter fällt Eltern – unabhängig von der Schulform – bei ihrem Schulkind auf, dass es Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben und Rechnen hat, dass es oft sein erlerntes und zu Hause präsentiertes Wissen nicht zum richtigen Zeitpunkt abrufen kann. Vielleicht auch, dass es unkonzentriert, träumerisch, ablenkbar oder impulsiv und unruhig ist oder auch, dass es Ärger und Unlust zeigt, wenn von den Themen Hausaufgaben, Schule und Lernen die Rede ist.

Die Ursachen liegen oft gar nicht in mangelndem Fleiß oder minderer Intelligenz, den betroffenen Kindern fehlt es eher am Wissen um die Nutzung der eigenen Fähigkeiten. Misserfolge und negative Gedanken führen zu Blockaden und Ängsten, die wiederum Schulprobleme auslösen können. Mentale und emotionale Blockaden führen meist zu schlechten Noten und auch zu sozialem Ausgeschlossensein und Selbstwertproblemen.

Häufig sind die Ursachen für das Ungleichgewicht zwischen dem momentanen Leistungsstand und dem persönlichen Lernpotential das mangelhafte Beherrschen der Grundfertigkeiten des Lernens, ineffiziente Lernstrategien und andere wichtige Faktoren wie z.B. das Ernährungsverhalten, die innere Einstellung, innere und äußere Motivation, zu wenig Entspannung, schlechter Schlaf etc.

Aus jahrelangen Erfahrungen von Lerntherapeuten, Studien über LRS und Dyskalkulie-Kinder, Gehirnforschern und Lerncoaches ist zu entnehmen, dass vor allem das Sehen einen entscheidenden Einfluss auf Erfolg bzw. Misserfolg in der Schule hat. Auf die Augen- und Sehgesundheit sollte auch aus diesem Grund ein noch stärkeres Augenmerk gelegt werden, als es bisher der Fall ist. Große Themen sind die Kurz- oder Weitsichtigkeit, aber vor allem auch die Hornhautverkrümmung und die  Winkelfehlsichtigkeit. Hier tut das Sehtraining einen sehr guten Dienst, da oft eine Stärkung der Augenmuskulatur und ein Training der „Einstellungsarbeit“ der Augen schon einen deutlichen Erfolg bringen. Zusätzlich kann durch die Ermittlung der Körperdominanzen und Übungen zur Gehirninte­gration eine Leistungssteigerung der Denk- und Merkmechanismen erzielt werden.

Aber nicht nur das Sehen nach außen nimmt Einfluß auf das Lerngeschehen, sondern auch das Sehen nach innen, sprich das Arbeiten mit den inneren Bildern. Wenn man weiß, dass der Mensch in Bildern denkt, lernt, oft auch fühlt, dann wird klar, wie wichtig diese Innenbilder sind. Kinder mit Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten, aber auch Verhaltensauffälligkeiten haben oft aufgrund von erlittenen emotionalen Verletzungen ihre inneren Bilder ganz oder teilweise „abgeschaltet“, somit Blockaden aufgebaut. Diese Blockaden verhindern, dass das Kind seine Potentiale leben und seine Ressourcen nutzen kann. Aber auch hier gibt es Methoden, die mittels Augenbewegungen die Blockaden und die oft damit einhergehenden Konflikte lösen und die persönlichen Talente zu Tage fördern. Die Synapsenverbindungen vermehren sich, die Gehirnhälften arbeiten verstärkt zusammen und Denken, Lernen, Merken können (wieder) ungehindert stattfinden.

Nicht zuletzt kann sogar eine Veränderung im Verhalten festgestellt werden, denn wenn das Kind durch ein gezieltes Training eine Selbstwertsteigerung erfährt, braucht es diese Hinweise nach außen nicht mehr deutlich zu machen.              

Regine Grimm-Käuffer
(erschienen in Ausgabe 32, November 2016)

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