Das Auge im Blickpunkt

Biathlet Michael Willeitner beim Augen- und Sehkrafttraining Biathlet Michael Willeitner beim Augen- und Sehkrafttraining
Foto: Käuffer

Gutes und gesundes Sehen im Sport und am (Bildschirm)Arbeitsplatz

Das Sehen ist für die meisten Menschen der meistgenutzte Sinn. Und trotzdem haben die Wenigsten das Auge, seine Aufgaben und die Auswirkungen auf das Wohlbefinden wirklich „im Blick“. Dabei erbringen die Augen eine unbeschreibliche Leistung.

Mehr als 80 Prozent der Sinneseindrücke werden über die Augen aufgenommen und in jeder Sekunde werden Millionen von Informationen verarbeitet. Deshalb ist es auch wichtig, die Augen und die Augenmuskeln bzw. die Sehkraft zu stärken, ihnen regelmäßig eine Auszeit zu gönnen und für Entspannung zu sorgen.

In allen Lebensbereichen ist gutes, gesundes Sehen maßgeblich für Erfolg und Misserfolg, für Wohlbefinden und Unwohlsein, für Leistungsmöglichkeiten und Leistungsabfall. Glücklicherweise gibt es die Möglichkeit, mit Hilfe von Sehtrainern die Augen und die Sehkraft zu stärken und zu trainieren.

Sehr spannend und vor allem wirklich „schlachtentscheidend“ zeigen sich die Ergebnisse von Pflege der Augengesundheit und Sehtraining in einem ganz speziellen Bereich – im Sport! In jeder Sportart geht es um Schnelligkeit in Auffassung, Überblick, Reaktion, Durchführung, Abschluss, etc. im Bewegungs-, aber auch im geistigen und mentalen Bereich. Auch das Erkennen und Durchführen von Problemlösungen ist ein entscheidender Faktor, um Chancen auf einen Sieg zu haben. Nun ist aber leider noch ziemlich unbekannt, dass jede Art von Geschwindigkeit (im Bewegen, im Denken, im Reagieren usw.) in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Sehen steht. Ist die Sehstärke eingeschränkt oder  bestehen emotionale Blockaden, z.B. nach körperlichen Verletzungen, wird der Athlet möglicherweise „vorsichtig“, sprich langsamer als notwendig, an seine Aufgabe herangehen. Oft ist festzustellen, dass es sogenannte Trainingsweltmeister gibt. Hier ist interessant, dass die Sportler im Training, wo es mental und emotional vergleichsweise entspannt zugeht, richtig gute Leistungen bringen, diese dafür aber im Wettkampf und somit im emotional/mentalen Stresserleben nicht mehr im optimalen Bereich liegen. Ursache hierfür kann ein „Herunterfahren“ der objektiven und subjektiven Sehleistung sein, begünstigt eben durch Wettkampfstress und emotionale Blockaden. Hier kann mittels Sehtraining, Neuro-Koordinations-Übungen, Dominanzentest sowie Blockaden-Bearbeitung eine erhebliche Verbesserung der Leistungen, aber auch eine gewaltige Energieersparnis im Wettkampf und somit ein längeres Anhalten der Kondition sowie Konzentration erreicht werden. Auch Normalsichtige bzw. Gutsehende profitieren massiv von den Übungen zur Augenstärkung, da jede Anstrengung im Sport auch immer eine Anstrengung der Augen beinhaltet und jede Stärkung der Augen auch eine Stärkung des Gesamtbefindens!

Aber noch ein Bereich sollte „ins Auge“ gefasst werden, und das ist der Arbeitsplatz – nicht nur bezogen auf Bildschirmarbeit, sondern grundsätzlich auf jede Form der Naharbeit.

Bei  jeder konzentriert durchgeführten Arbeit ist das starke Fokussieren bzw. oft sogar Starren eine normale Nebenwirkung. Spürbare Auswirkungen sind brennende, trockene, müde Augen, das Empfinden des sogenannten Sandkorngefühls und natürlich eine schnell stattfindende und stark unangenehme Ermüdung der Augen und somit des gesamten Denkapparates. Ganz wichtig ist hier die regelmäßig durchzuführende Entspannung der Augen, und hierfür gibt es viele einfache aber wirkungsvolle Übungen. 

Glücklicherweise erkennen bereits viele Firmen und Arbeitgeber das gesundheitsfördernde Potential von regelmäßigem Sehtraining, das von speziell geschulten Sehtrainern in den Firmen mit den Mitarbeitern durchgeführt wird.           

Regine Käuffer
(erschienen in Ausgabe 31, Juli 2016)

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