Von wegen Frühjahrsmüdigkeit

Eine lange Wanderung kann am nächsten Tag Muskelkater nach sich ziehen Eine lange Wanderung kann am nächsten Tag Muskelkater nach sich ziehen
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Sportlich und aktiv dem Sommer entgegen

Der Frühling steht vor der Tür. Das schöne Wetter und das Aufblühen der Natur treiben dann nicht nur die Blumen aus der Erde, sondern auch die Menschen wieder vor die Tür. Ob wandern, radeln oder bergsteigen, in dieser Jahreszeit sportelt es sich am Schönsten. Die Temperaturen sind noch angenehm – weder zu heiß noch zu kalt – und eventuelle gute Vorsätze fürs neue Jahr noch nicht ganz in Vergessenheit geraten.  

Doch wie sagt der Volksmund „Sport ist Mord“. Egal ob bereits bestehende Gelenkerkrankungen, die akute Sportverletzung oder der Muskelkater danach –all dies kann dazu führen, dass das mit der Bewegung an der frischen Luft schnell wieder verworfen wird. Da es aber viele einfache und natürliche Möglichkeiten gibt, den Schmerzen Einhalt zu gebieten, muss dem nicht so sein. 

Bei der akuten Sportverletzung ist zuallererst die PECH-Regel zu beachten. Diese ist wichtig, um größere Schäden an Gewebe und Gelenken zu vermindern. PECH steht für Pause, Eis (also Kühlung), Compression und Hochlagern, damit der Blutdruck an der Verletzung vermindert wird. Nach diesen Erste-Hilfe-Maßnahmen ist natürlich der Schmerz noch nicht beseitigt, aber die Heilung auf einem guten Weg! Um nun schneller wieder fit und vor allem schmerzfrei zu werden, kann man auf homöopathischem oder pflanzlichem Weg unterstützen. Bei Quetschungen, Prellungen und Verstauchungen ist Arnica der Klassiker. Ob als Globuli zum Einnehmen oder Tinktur zum Einreiben – es wirkt schnell abschwellend, entzündungshemmend und schmerzstillend. Deshalb sollte es in keinem Wander- oder Sportrucksack fehlen. Alternativ oder ergänzend dazu gilt als „Arnica der Biochemie“ die Nr. 3 der Schüßler-Salze, welches auch bei offenen Schürf- oder Schnittwunden eingesetzt werden kann. Dafür stehen sowohl Tabletten zum Einnehmen, als auch Salben und Cremes zum Auftragen auf die Haut zur Verfügung. 

Die pflanzliche Variante dazu ist der Beinwell, der nur äußerlich in Form von Salben auf die schmerzenden Partien aufgebracht wird. Dieser ist auch sehr gut geeignet für chronische Gelenkerkrankungen wie z. B. die Arthrose. Je nach Beschwerdebild und Ausprägung der Arthrose ist als Zusatzempfehlung auch das homöopathische Mittel Rhus toxicodendron sinnvoll. Typisch für Rhus tox. ist der Anlaufschmerz, also Schmerz der sich am Anfang der Bewegung verschlimmert aber durch fortgesetzte maßvolle Bewegungen verbessert. Schmerzt dagegen bei Gelenkerkrankungen jegliche Bewegung – z. B. auch bei Rückenbeschwerden – und ergibt sich deshalb zugleich eine ausgeprägte Steifigkeit des betroffenen Körperteils, ist Bryonia zu empfehlen. 

Nach einer langen Wanderung oder einer sportlichen Radtour kommt dann oft am nächsten Tag der gefürchtete Muskelkater. Die genaue Ursache dafür ist leider noch nicht abschließend geklärt. Sicher ist aber, dass er durch eine Über- oder Fehlbeanspruchung von Muskeln ausgelöst wird. So ist es zu erklären, dass durch eine Lockerung der Muskulatur der Muskelkater erleichtert wird. Ganz klassisch wird dafür Magnesium eingenommen. Dieses allein ist aber oft nicht ganz ausreichend. Um seine Wirkung noch zu verstärken, kann das Schüßler Salz Nr. 7 als „Heiße Sieben“ sehr gut eingesetzt werden. Diese und die Nr. 3 Ferrum phosphoricum sorgen für eine schnellere Regeneration. Homöopathisch wird das bereits genannte Mittel Rhus tox. bei passendem Beschwerdebild verwendet. 

Etwas spezieller bei Muskel­ermüdung nach starker und andauernder Anstrengung ist Acidum sarcolacticum. Dies ist vor allem für Sportler geeignet, die regelmäßig trainieren und Muskeln aufbauen. 

So ausgestattet dürfte der nächsten Berg- oder Radtour dann nichts mehr im Wege stehen.              

Christina Walschwingler
(erschienen in Ausgabe 30, März 2016)

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