Reize und Reaktionen

Der Armlängenreflex gibt Aufschluss über die Behandlungsbedürftigkeit Der Armlängenreflex gibt Aufschluss über die Behandlungsbedürftigkeit
Foto: Dr. Werner Sturm

Der Armlängen-Reflextest als zentrales Testverfahren der Physioenergetik

Der Armlängen-Reflextest ist ein ganzheitliches manuelles Verfahren, mit dem Erkrankungen erkannt werden können, auch wenn sie noch nicht zum Ausbruch gelangt, d.h. latent sind. Das Verfahren erlaubt, Ursachen einzugrenzen, Wechselwirkungen aufzudecken und geeignete Therapien zu identifizieren. Die gefundenen Therapien können auf ihre Wirksamkeit, Verträglichkeit und Wechselwirkungen geprüft werden.

Der belgische Osteopath und Kinesiologe Raphael van Assche hat den Armlängen-Reflex (AR) zufällig entdeckt und ihn zum zentralen Testverfahren der Physioenergetik entwickelt. Grundlage für den AR ist eine reflektorische Verkürzung der seitlichen Muskelketten als Reaktion auf einen Reiz. Handelt sich dabei um einen Testreiz als Frage, so ist die Antwort des Körpers ein AR, eine einseitige Armlängenverkürzung, die nach kurzer Anpassungszeit der Gehirnhälften wieder verschwindet. Ist der Testreiz die Berührung eines erkrankten Körperteils, wie z.B. der rechten Schulter, kann durch Berührung eines anderen Körperteils wie z.B. der Leber eine Ursache oder Wechselwirkung aufgedeckt werden. Nach einer erfolgreichen Behandlung sollte ein AR nicht mehr feststellbar sein. Zur Testung eignen sich auch Testsätze aus erkrankungsspezifischen und organspezifischen homöopathischen Zubereitung. Es können aber auch Stoffe des täglichen Lebens, wie z. B. Nahrungsmittel direkt zur Diagnostik verwendet werden.

Ist ein AR gefunden, so wird zuerst seine Relevanz und damit seine Behandlungsbedürftigkeit geprüft und mit weiteren Tests die Behandlungsebene und damit die Herkunft der Störung festgestellt. Unterschieden wird zwischen Körperstruktur, Stoffwechsel, Psyche und Information. Auf der strukturellen Ebene können Wirbelblockaden, Verletzungen, Körperhaltung oder verändertes Organgewebe zur Ursache eines Geschehens werden. Auf der Stoffwechselebene können Ernährung, Giftstoffe, Krankheitserreger, Allergien oder Stoffwechselstörungen wie z. B. Diabetes, gestörter Fettstoffwechsel und Gicht ursächlich sein. Auf der seelisch geistigen Ebene kann es sich bei den Ursachen um psychische Belastungen, Traumata oder psychische Grundstörungen, wie Neurosen und Angststörungen, handeln. Störungen auf der Informationsebene können ursächlich mit dem Nerven- und Hormonsystem, Zahnherden oder Narben in Verbindung gebracht werden.

Im nächsten Schritt wird die geeignete Therapie ausgetestet. Hilfreich sind dabei Testsätze mit homöopathischen Zubereitungen, Heilpilzen und deren Mischungen (Mykotherapie), Schüsslersalzen und deren Mischungen, spagyrischen Zubereitungen, ätherische Öle (Aromatherapie), Bachblüten etc. In jedem Fall werden die Wirksamkeit, die Verträglichkeit und auch die Wechselwirkung mit anderen Therapeutika geprüft. Manuelle Behandlungen wie Osteopathie können mit dem AR-Test bezüglich ihres erzielten Resultats geprüft und auf ihre Nachhaltigkeit untersucht werden. Auch die Wirkung einer Ernährungsumstellung läßt sich feststellen. 

Die Voraussetzung für eindeutige und reproduzierbare Resultate aus dem AR-Test ist eine klare und gut strukturiere Arbeitsweise des Therapeuten. Nach systematischen Voruntersuchungen, die störende Einflüsse auf den Armlängen-Reflex aufdecken können und der Beseitigung dieser Störungen, beginnt der eigentliche Test. Die gefundenen Untersuchungsergebnisse werden laufend dokumentiert und gegebenenfalls nochmals geprüft.

Vorteil des AR-Tests gegenüber anderen manuellen Testverfahren, wie dem kinesiologischen Muskeltest, liegt in der Ermüdungsfreiheit und der fehlenden Beeinflussungsmöglichkeit durch den Patienten.                                               

Dr. Werner Sturm
(erschienen in Ausgabe 30, März 2016)

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