Das Blut als Frühwarnsystem

Das Seelenhaus aus der Sicht eines Kindes Das Seelenhaus aus der Sicht eines Kindes
Foto: Waigt

Naturheilkundliche Untersuchungsmethode als Hilfsmittel für Diagnostik und Therapie

In der Natur ist allgemein bekannt, dass Pflanzen einen gewissen Nährboden brauchen um ihre volle Pracht zu entwickeln, gesund zu bleiben und nicht von Ungeziefer befallen zu werden. Warum sollte es für den Menschen anders sein? Die Dunkelfeld-Mikroskopie, die von Prof. Dr. Günther Enderlein Mitte des letzten Jahrhunderts begründet wurde, ermöglicht es, den Nährboden im Blut zu beurteilen. 

Durch negative Umwelteinflüsse, denen der Mensch ausgesetzt ist, bzw. durch Fehl­ernährung oder toxische Belastungen durch Medikamente oder Genussmittel, wandelt sich das innere Milieu des Körpers, was dazu führt, dass sich bestimmte Faktoren krankhaft verändern. Dieser Prozess verläuft schleichend, da der menschliche Körper über hervorragende Reserven und Regulationsmechanismen verfügt. Im Laufe der Zeit jedoch erschöpfen sich diese Möglichkeiten und die ersten Symptome treten auf. Sie sind oft sehr diffus, wie z. B. körperliche Abgeschlagenheit, Antriebsschwäche, Konzentrationsmangel, Kopfschmerzen u.v.m. Schulmedizinisch sind Laborparameter und sonstige diagnostische Verfahren meist ohne Befund. Der Patient wird häufig als Hypochonder abgestempelt. 

Wird jedoch eine Dunkelfeld-Blutuntersuchung gemacht, ist mit hundertprozentiger Sicherheit ein pathologisch veränderter Nährboden sichtbar, welcher die Grundvoraussetzung für chronische Krankheiten bietet. Das therapeutische Augenmerk liegt dann auf der Veränderung des Nährbodens, was häufig sehr schnell zu einer Verbesserung der Beschwerden führt. Der Unterschied in der Denkweise zur Schulmedizin ist die biologische Betrachtungsweise, welche bei den heutigen Lebensumständen immer wichtiger wird. In den meisten Fällen ist nicht die Krankheit der Feind, sondern der krankhaft veränderte Nährboden.

Das wichtigste Gewebe des Körpers ist das Blut. Mit seiner Qualität steht und fällt der Immunstatus und das Wohlbefinden. Bei der Dunkelfeldmikroskopie können aus einem kleinen Tropfen Rückschlüsse auf den gesundheitlichen Zustand des Patienten getroffen werden. Dabei erkennt man, ob das Serum und die darin befindlichen Blutkörperchen qualitativ gut oder belastet sind. Zunächst wird ein Bluttropfen aus der Fingerkuppe oder aus dem Ohrläppchen entnommen und im speziell ausgestatteten Mikroskop begutachtet. Anders als beim klassischen Hellfeldmikroskop, welches das Präparat von unten durchleuchtet, wird das Licht beim Dunkelfeldmikroskop abgelenkt, gelangt seitlich ins Objektiv und erzeugt ein sichtbares Bild. Dadurch erscheint das Gesichtsfeld dunkel und die Strukturen des Präparates stellen sich leuchtend hell dar auf einem dunklen Hintergrund (Dunkelfeld). So können insbesondere durchsichtige und kon­trastarme Objekte ohne vorherige Färbung untersucht werden. Das Dunkelfeldbild wird auf dem Monitor sichtbar dargestellt. Von auffälligen Erscheinungen werden Fotos gemacht und zur dauerhaften Dokumentation für jeden Patienten zusammengestellt. 

Mit der Blutuntersuchung im Dunkelfeld lässt sich die aktuelle Stoffwechsel- und Immunitätslage erkennen. Die Art der Diagnostik eröffnet einen einzigartigen Einblick in den menschlichen Körper, lange bevor sich die Symptome einer Krankheit zeigen – eine Art Frühwarnsystem. Therapien durch entsprechenden Präparate können vorbeugend Einfluss nehmen oder eingeschlafene Prozesse wieder aktivieren. Eine Kräutertherapie sowie isopathische Medikamente z. B. können die Balance im Körper wiederherstellen. Zur Kontrolle sollte die Blutuntersuchung nach etwa sechs bis acht Wochen wiederholt werden.                             

Barbara Waigt
(erschienen in Ausgabe 30, März 2016)

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