Sanft und leicht durch die Nacht

Störungsfreier, erholsamer Schlaf führt zu einem Regeneration-Gleichgewicht Störungsfreier, erholsamer Schlaf führt zu einem Regeneration-Gleichgewicht
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Das Bett in seiner Vermittlerrolle zwischen Regeneration und Gesundheit

„Bett“ ist ein eher unscheinbarer Begriff, der zunächst wenig darüber aussagt, wie weitreichend sein Einfluss auf Gesundheit und Wohlbefinden ist. Wenn man aber bedenkt, wie wichtig guter Schlaf für Gesundheit und Wohlbefinden ist, bekommt das Bett, also die Schlafstätte, eine ganz andere Bedeutung.

Entscheidend für die Qualität des Gesundheitszustandes ist, wie weit den Belastungen des Körpers ein ausreichendes Maß an Entlastung gegenüber steht. Entspricht die Summe aller Belastungen der Summe aller Entlastungen, so befindet man sich im so genannten Regenerations-Gleichgewicht. Ist über einen längeren Zeitraum  das Maß an Belastung für den Körper höher als seine Möglichkeit aufzutanken und zu regenerieren, so kommt man in ein Regenerations-Defizit. So ein Defizit führt langfristig zu Erschöpfung, Unwohlsein und schlimmsten Falls zu Krankheiten. Da Regeneration im Wesentlichen während der Schlafenszeit stattfindet, zählt ein störungsfreier, erholsamer Schlaf mit zu den Grundvoraussetzungen zur Sicherstellung eines Regenrations-Gleichgewichts und somit zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden.

Um den Körper in dieses Regenerations-Gleichgewicht zu führen, empfehlen sich verschiedene Möglichkeiten: Tagsüber öfter eine Pause einlegen, möglichst kein Multitasking, auch dem Kopf ein bisschen Ruhe gönnen, zwischendurch an etwas Schönes denken, die Gedanken „fliegen“ lassen, an die frische Luft gehen, wenn die Füße schmerzen, diese kurz hoch legen und eventuell die Schuhe wechseln. Für einen erholsamen Schlaf sorgen, indem alle äußeren Faktoren, die schlechten Schlaf verursachen, ausgeschaltet werden. Hierzu zählen schlechte Luft, zu hohe oder zu niedrige Temperatur, Elektrosmog, Licht und Lärm im Schlafraum und ein falsches Bett. Also, Schlafzimmer gut lüften, nicht überheizen, wenn man es nicht ganz dunkel mag, ein schwaches Nachtlicht einschalten und Lärm vermeiden. Für ein ergonomisch richtiges Kissen, eine ausreichend große Bettdecke und eine passende Matratze sorgen. 

Eine passende Matratze trägt den Körper ganz sanft und leicht durch die Nacht. Der nicht zu harte und nicht zu weiche Kern lässt die Schulter tief genug einsinken, damit sich der Schultergürtel entspannen kann und kein zu starker Druck auf den Oberarm ausgeübt wird. So kann das „Einschlafen“ der Arme verhindert werden. Die Hüften können soweit einsinken, bis die Lendenwirbelsäule unterstützt ist. Die Muskulatur kann loslassen und sich entspannen, die Bandscheiben können sich wieder mit Flüssigkeit auffüllen, der ganze Körper kann sich regenerieren. Auch über das  Material einer passenden Matratze sollte ganz individuell entschieden werden. Es bieten sich Bio-Latex-, Latex-, Kaltschaum und Taschenfederkernmatratzen an. 

Bio-Latex- und Latexmatratzen haben bei manchen Menschen eine beruhigende Wirkung, da sie aus natürlichen Rohstoffen hergestellt werden. Hochwertige Kaltschäume gibt es heute in so hoher Qualität, dass man keine Angst vor schädlichen Ausgasungen haben muss. Der Vorteil der synthetischen Schäume ist, dass man Einsinktiefen und Stützeffekte exakter berechnen kann. Taschenfederkernmatratzen gibt es sowohl mit Metallfederkernen als auch mit Aerocellfederkernen. Der Vorteil der Taschenfederkerne liegt in der guten Lüftung, da es sich hier um einen Hohlkörper handelt. Das sollten Menschen bedenken, die sehr stark schwitzen.

Inzwischen gibt es sowohl Bio-Latex-, als auch Federkern- und Kaltschaummatratzen, die ganz optimal auf die Bedürfnisse eines jeden Menschen eingestellt werden können. Somit ist richtig Liegen für einen gesunden und erholsamen Schlaf für jeden Menschen  möglich.                        

Sigrid Kern
(erschienen in Ausgabe 27, März 2015)

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