Zart wie ein Federstrich

Mit sanften Bewegungen wie ein Federstrich werden Öle eingearbeitet Mit sanften Bewegungen wie ein Federstrich werden Öle eingearbeitet
© M. Ahrends / pixelio.de

„Energiemassage“ von indianischen und tibetischen Erkenntnissen inspiriert

Viele Menschen haben heute einen enormen Druck am Arbeitsplatz und müssen daher ein hohes Stresslevel bewältigen. Um nicht innerlich auszubrennen, kann man sich zum Ausgleich sportlich betätigen, man kann sich aber auch Erholungsoasen im Alltag schaffen. 

Eine dieser Erholungsoasen ist der Genuss einer wunderbar entspannenden so genannten „Raindrop-Energieanwendung“. Hier wird mit neun verschiedenen ätherischen Ölen eine Anwendung gegeben, die sowohl als sehr angenehm empfunden wird, als auch reinigt und regeneriert.

Die Raindrop-Energieanwendung wurde von den Lakota-Indianern Nordamerikas inspiriert. Diese gingen davon aus, dass fallende Regentropfen den Körper und den Geist reinigen und erfrischen. Und wie Regentröpfchen werden auch verschiedene Öle bei der Raindropenergieanwendung auf den Rücken appliziert. Hier üben sie schon mal eine reinigende Wirkung aus, wenn sie durch die verschiedenen feinstofflichen Körperschichten aus ca. 15 cm Höhe tropfen. Da ätherische Öle therapeutischen Grades sehr leicht durch die Haut und Muskeln gelangen, erreicht diese Technik sehr tiefe Schichten des Körpers ohne dass dabei viel Kraft aufgewendet werden muss.

Die Methode wurde von dem Forscher D. Gary Young ausgearbeitet nach der Erkenntnis, dass viele Arten von Wirbelsäulenproblemen von Muskelkrämpfen oder entzündungsverursachenden Bakterien oder Viren herrühren, welche sich links und rechts neben der Wirbelsäule einnisten. Die verwendeten Öle wie Oregano, Thymian, Basilikum, Zypresse, Wintergrün, Majoran, Pfefferminze haben alle stark reinigende Eigenschaften. Manche dieser Substanzen öffnen die Rezeptoren, damit sie dann immer tiefer ins Gewebe eindringen können, andere helfen die Muskeln zu entspannen oder die Körperflüssigkeiten zu reinigen. Jedes Öl bringt so seine eigenen Qualitäten mit sich und die Öle untereinander ergänzen sich zu einer wahren ätherischen Sinfonie des Wohlgefühls. Die Öle sind so zusammengestellt, dass sie den Körper harmonisieren, einige wirken anwärmend, andere wieder kühlend, manche helfen den Körper zu zentrieren.

Bei der Anwendung wirkt es im ersten Moment eher etwas ungewöhnlich, dass z. B. an den Füßen auf die Reflexzone der Wirbelsäule die Öle mit den Fingernägeln eingearbeitet werden. Dies wird manchmal als ein bisschen „pieksig“ empfunden. Diese Methode der Einarbeitung kommt aus Tibet und die Öle und die Fingernägel erzeugen eine Art elektrischen Effekt, d.h. sensible Menschen merken richtig, wie die Energieströme dann durch den Körper fließen.

Am Rücken werden die Öle mit zarten so genannten „Federstrichen“ eingearbeitet, das sind ganz sanfte Berührungen auch wieder mit den Fingernägeln, und je zarter dies durchgeführt wird, umso mehr springt die körpereigene Elektrik an und es fliessen wohlige Schauer durch den Körper. Diese supersanften Berührungen wirken extrem entspannend auf das Nervensystem.

Ergänzt wird die Anwendung durch zusätzliche Massagegriffe, die den Effekt der Öle unterstreichen. Den Abschluss bildet eine warme Kompresse, durch die die Öle noch tiefer ins Gewebe einziehen. Von vielen Menschen, die diese Anwendung schon genossen haben, kommt die Rückmeldung, dass die Auswirkungen noch Tage später zu spüren sind. Manche kommen zum ersten mal wieder bei sich an und fühlen sich tief erholt und entspannt, andere merken, wie wieder neue Kräfte in ihnen geweckt wurden.

Die meisten Menschen empfinden unmittelbar eine tiefe Entspannung oder sie fühlen sich entlastet oder geerdet. Nichts tun außer zu genießen, geschehen lassen, die Seele baumeln lassen – Seele, Psyche und Körper erholen sich.                              

Manuella Römer
(erschienen in Ausgabe 26, November 2014)

Anzeigen