Drachen-Surfer am See

Drachen-Surfer am See
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Eine interessante Wassersportart gewinnt immer mehr Freunde.

Wasser ist ein Naturelement, das seit unserer Kindheit auf uns anziehend wirkt. Der Sommer ist die ideale Jahreszeit, um diese Faszi­nation in allen Facetten auszuleben. Für viele von uns ist ohnehin gerade die Kombination aus Sonne und Wasser der ultimative Hinweis: es ist Sommer. Also nichts wie raus an den See. Schwim­men, surfen, mit den Kindern plantschen.

Man kann aber auch das Kite­surfen ausprobieren. Dabei steht man auf einem speziellen Board und wird von einem lenkbaren Drachen (englisch: Kite) über das Wasser gezogen. Meis­ter ihrer Klasse erreichen dabei Spit­zen­geschwin­digkeiten bis zu 100 km/h und Sprünge von mehreren Metern. Auch wenn man es nicht ganz so rasant mag, ist diese Art des Glei­tens über das nasse Ele­ment eine Sportart, die einen durch die Kombination aus Äs­the­tik und Dynamik schnell gefangen nimmt.

In den neunziger Jahren hat dieser Trend Deutschland erreicht und wurde von da an immer mehr ausgebaut, was Ausrüs­tung und Technik angeht. Heute gibt es professionelle Schulen, wo man das Boarden auf dem See von der Pike auf lernen kann. Natürlich kann man es auch selbst ausprobieren. Doch wer in wenigen Ta­gen sicher auf dem Brett unterwegs sein will, bekommt in einer guten Kitesurf­schule das nötige Know-How am besten vermittelt. Dazu gehören auch diverse Si­cher­heitsregeln, denen sich kein „Kiter“ entziehen sollte. Denn er übt eine Sportart aus ­ – und dessen sollte sich jeder bewusst sein, der auf seine eigene und die Sicherheit anderer bedacht ist – bei der kleine Fehler große Aus­wir­kun­gen haben können. Doch es ist wie beim Auto fahren: Wenn man die Grundregeln erlernt und durch Übung ausgebaut hat, ist es eine weitgehendst sichere Sache.

Wer sich dafür entscheidet, das Kitesurfen zu probieren, muss erst­mal keine Aus­rüstung kaufen. In Kitesurf-Schulen bekommt man alles, was man benötigt. Innerhalb weniger Tage hat der Freund dieser Sportart das Flit­zen über den See erlernt. Auch in der Folgezeit kann man sich in der Regel in seiner Kiteschule die Ausrüstung ausleihen, bis man sich entscheidet, selbst eine zu kaufen. Dabei ist gute Bera­tung in einem Fachgeschäft unerlässlich. Ab­ge­sehen von der Sicherheits­aus­rüstung sind die Möglichkeiten sehr vielfältig und sollten auf die jeweiligen persönlichen Ansprü­che zugeschnitten sein. So gibt es Bretter, die nur in eine Richtung gleiten können, sowie solche, die nach hinten und vorne zu bewegen sind. Auch beim Kauf des Kites hat man viele Möglichkeiten, was sicherstellt, dass jeder den für ihn persönlich am besten geeigneten Schirm findet.

Dass das Kitesurfen nur eine Sportart für athletische, sehr sport­liche Menschen sei, ist übrigens ein Trugschluss. Wer in einer gesunden, körperlichen Ver­fas­sung und durchschnittlich sport­lich ist, bringt die Grund­eigen­schaften für diesen Trend mit. Anders als man vielleicht denken mag, wird der Kite­schirm nicht mit den Händen gehalten, sondern mit diesen nur gelenkt. Selbst sehr muskulöse Menschen könnten dem heftigen Zug des Drachens nichts entgegen setzen, wenn sie probieren würden, ihn durch bloße Kraft festzuhalten. Aus diesem Grund wird er mittels eines Tra­pezes an der Hüfte befestigt. Ein Sicher­heits­system gewährleistet, dass man sich vom Schirm in einer Gefahren­situ­ation problemlos tren­nen kann.

Sommer, Sonne, ein Kiteboard und ein Schirm sind eine perfekte Kombination, um das Natur­ele­ment Wasser neu für sich zu gewinnen und dabei auch noch ein effektives Training für den ganzen Körper und das Kreis­laufsystem zu absolvieren. Also nichts wie rauf auf das Brett und die Dyna­mik dieser wunderbaren Sportart erleben!

Cornelia Mittermeyer
(erschienen in Ausgabe 12, Juli 2010)

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