Auf acht Rollen in den Frühling

Auf acht Rollen in den Frühling
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Sportliche Betätigung an der frischen Luft gibt Kondition und Ausdauer

Hand auf’s Herz: Gehören Sie auch zu den Menschen, die sich zu Silvester ganz fest vorgenommen haben, im neuen Jahr mehr Sport zu treiben? Dann hätte ich da eine Idee für Sie: Probieren Sie es doch mal mit Inline-Skating.

Der Frühling ist da, das erste Grün sprießt endlich. Was könnte schöner sein, als Bewegung in der freien Natur? Für den sportlichen Effekt am besten auf acht Rollen. Ob Sie Sporteinsteiger sind, oder einfach mal eine neue Sportart probieren möchten: Rol­lerbladen bietet Ihnen viele Plus­punkte. Für einen Start ohne Frust achten Sie bitte auf eine gute Ausrüstung. So sind hochwertige Lager an den Rollen zwar etwas teurer. Doch die höheren Kosten ersparen viel Verdruss. Lassen Sie sich beraten. Das ist auch wichtig, wenn es um eine sinnvolle Schutzausrüstung geht. Selbst Könner sind vor Stürzen nicht immer gefeit. Da auch ungeübte Fahrer schnell mit Ge­schwin­dig­keiten von 20 km/h da­herkom­men, sollten Sie Wert auf Ihre Sicherheit legen. Dies ist auch ein Grund dafür, warum In­lineskate-Anfängern zu empfehlen ist, zu­nächst einen Kurs zu besuchen. Die Technik des richtigen Brem­sens sollte man, trotz geeigneter Ausrüstung, sehr gut beherrschen. Wenn Sie keinen Kurs besuchen wollen, oder in Ihrer Nähe keiner angeboten wird, lassen Sie sich von einem Könner der Sport­art das richtige und effektive Bremsen zeigen, ehe Sie loslegen. Und dann steht dem Spaß an der frischen Luft nichts mehr im Wege. Gerade für Frau­en hält der Sport auf den schmalen Rollen besondere Vorteile bereit. Ska­ting-Expertin Ingrid Tröt­scher aus Lindau weist darauf hin, dass die gleichmäßige Seitwärts­bewegung der Beine mit dem Ge­wicht der Skates zu einer Straf­fung der Mus­kulatur an Po, Ober­schenkel und Hüften führt – also gerade die als Problemzonen benannten Stellen am Körper der Frau werden gestrafft. Auch bei Herren stellt sich an diesen Kör­perpartien eine schnelle Muskel­bil­dung ein. Wer sich auf Rollen bewegt, trainiert zwar hauptsächlich die Muskulatur in der unteren Hälfte des Körpers. Doch durch verschiedene gymnastizierende Be­wegungen, wie zum Beispiel die Verlagerung des Oberkörpers oder das Antippen der Skates mit den Fingern während der Fahrt, kann man auch viel für die Mus­kulatur der oberen Körper­hälfte tun. Gleichzeitig gewinnen Sie durch solche kleinen Übungen viel Sicherheit auf den Rollen. Hier gilt es natürlich, anfangs nicht zu übertreiben. Zunächst sollten Sie einfach sicher auf den Inlinern vorwärts kommen. Positiver Ne­beneffekt dabei ist der Aufbau der Kondition, sowie der Ausdauer. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen Sie keinesfalls angestrengt rasen. Ganz im Gegenteil. Als Regel gilt, nur so schnell zu laufen, dass Sie sich nebenbei noch unterhalten können, ohne außer Atem zu geraten. Das Herz-Kreis­­laufsystem wird auf diese Weise effektiv trainiert. Sie werden sehen: Jedes mal geht es ein bisschen schneller voran, jedes mal schaffen Sie eine etwas längere Strecke.

Was die Geschwindigkeit angeht ist es natürlich auch wichtig, nie schneller zu rollen, als man gucken kann. Es ist erwiesen, dass auch das Reaktions­ver­mögen und die Aufmerksamkeit beim Inlineskaten trainiert werden. Doch auch das dauert natürlich seine Zeit. Bei regelmäßigem Training werden Sie bald stolz auch auf diesen Trainingserfolg blicken können. Und am Ende des Jahres können Sie mit Stolz sagen, dass Sie dieses Jahr Ihren Silvestervorsatz in die Tat umgesetzt haben. Doch bis dahin ist es noch lange hin. Jetzt wollen wir erstmal raus, in die Natur. Am liebsten auf acht Rollen! Lassen Sie sich den Frühlingswind um die Nase pfeifen und atmen Sie dabei tief durch.

Cornelia Mittermeyer
(erschienen in Ausgabe 11, März 2010)

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